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Hamburger Zirkus-Wildtierverbot-Initiative

PETA stellt klar: Interne Unterlagen der beteiligten Bundesministerien belegen die Rechtmäßigkeit eines Zirkus-Wildtierverbots

Stand: 13. September 2011

Hamburg / Gerlingen, 13. September 2011 – Der Hamburger Senat startet eine neue Bundes-Initiative, die Haltung von Wildtieren in Zirkusbetrieben bundesweit in die Geschichtsbücher zu verbannen. Durch die gewaltsame Dressur mit Stock und Peitsche sowie ein Leben unter systembedingt qualvollen Verhältnissen in engen Käfigen oder in Ketten sind die meisten Wildtiere in Zirkusbetrieben schwer verhaltensgestört oder sterben frühzeitig. PETA Deutschland e.V. weist darauf hin, dass entgegen der Darstellung des zuständigen Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMELV) verfassungsrechtliche Bedenken gegen ein Wildtierverbot nicht haltbar sind. Dies ergibt sich aus den verwaltungsinternen Unterlagen der beteiligten Ministerien, die PETA vorliegen. In diesem Zusammenhang fordert PETA ein generelles Wildtierverbot für Zirkusbetriebe.
„Das Landwirtschaftsministerium kann seine jahrelange Blockadehaltung gegen ein Wildtierverbot nicht mehr aufrecht halten. Immer mehr Leute sind von den engen Käfigen, den Peitschen für die Raubkatzen und der Peinigung der Elefanten mittels Elefantenhaken angewidert. Die angeblichen verfassungsrechtlichen Bedenken gegen ein generelles Wildtierverbot sind ein dreistes Lügenmärchen, deshalb müssen die Wildtiere jetzt raus aus dem Zirkus“, erklärt Peter Höffken, Wildtier-Experte und Kampagnenleiter bei PETA.
Auch auf EU-Ebene ist die Rechtsposition, Wildtiere in Zirkussen auf nationaler Ebene zu verbieten, durch zwei rechtskräftig abgeschlossene Verfahren bereits verankert. Die Bundestierärztekammer spricht sich mittlerweile ebenso für ein Wildtierverbot im reisenden Zirkus aus wie die Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland. Nach einer aktuellen repräsentativen Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung finden zwei Drittel der Befragten Wildtiere im Zirkus nicht mehr zeitgemäß. 2003 hat der Bundesrat in einem Entschließungsantrag ein grundsätzliches Verbot von Wildtieren im Zirkus gefordert. Die Bundesregierung hat die Entschließung bis heute nicht umgesetzt – im Gegensatz zu 13 europäischen Ländern, die bereits Einschränkungen bezüglich der im Zirkus genehmigten Tierarten erlassen haben. Immer mehr Prominente sprechen sich für ein Verbot aus, darunter auch Rocklegende Udo Lindenberg, Bill und Tom von Tokio Hotel und Comedian Hella von Sinnen.

Interviewkontakt: Peter Höffken, 07156 / 17828-18, PeterH@peta.de
Weitere Informationen: www.zirkus.peta.de
Chronik „Universal Renz“: http://www.peta.de/web/home.cfm?p=2467
Druckfähige Fotos von Tieren im Zirkus: http://www.fotos.peta.de/categories.php?cat_id=33
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