Heidelberger Schimpanse Henry darf nach 21 Jahren wieder nach draußen
PETA fordert Freigehege auch für Wuppertaler Schimpansen
Stand: 29. August 2011
Heidelberg / Wuppertal / Gerlingen, 29. August 2011 – Im Zoo Heidelberg durfte am vergangenen Wochenende Schimpanse Henry erstmals nach 21 Jahren wieder ins Freie. Der Zoo Heidelberg hat für 430.000 Euro ein ausbruchsicheres Außengehege errichtet, in dem Henry ersten Presseberichten zufolge überglücklich schaukelte, kletterte und spielte. Das neue 240 Quadratmeter große Gehege für die fünf Schimpansen in Heidelberg steht in krassem Gegensatz zu dem etwa 40 Quadratmeter kleinen Betonbunker, in dem die beiden Wuppertaler Schimpansen Epulu und Kitoto seit vielen Jahren leben müssen. PETA Deutschland e.V. fordert den Wuppertaler Zoodirektor Dr. Schürer erneut auf, den Schimpansen Epulu und Kitoto jetzt endlich eine Außenanlage sowie ein größeres Gehege einzurichten oder die Tiere in eine tiergerechtere Einrichtung zu überführen.
„Schimpansen jahrelang ohne Außengehege in einen winzigen Betonraum einzusperren ist unmenschlich und grausame Tierquälerei. Der Heidelberger Schimpanse Henry ist der lebende Beweis, wie freiheitsliebend und agil Schimpansen auch nach Jahrzehnten in trostloser Gefangenschaft sind. Dass der Zoo Wuppertal nach Beginn der PETA-Kampagne erstmals Streu auf dem Gehege-Boden verteilt hat, ändert nichts daran, dass der Schimpansen-Bunker eine Schande für Wuppertal ist“, so Bernd Hoffmann, Zooexperte bei PETA. „Schimpansendame Kitoto hat zudem bis 2006 im Allwetterzoo Münster in einer aufwändigen Außenanlage gelebt. Auch sie leidet extrem unter der Enge und der Langeweile.“
Mit der Haltung von Epulu und Kitoto in einem rund 40 Quadratmeter kleinen, grauen Bunker aus Beton und Glas unterschreitet der Zoo Wuppertal die behördlichen sowie die verbandseigenen Haltungsrichtlinien gleich mehrfach. Das Elend der Schimpansen ist aufgrund der schlimmen Haltungsbedingungen derart offensichtlich, dass sogar der renommierte Primatologe Prof. Dr. Sommer von einer „Schande für Wuppertal“ spricht. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. hat auf www.peta.de/schimpansenwuppertal eine Kampagne ins Leben gerufen, um bessere Lebensbedingungen für Epulu und Kitoto durchzusetzen.
Interviewkontakt: Bernd Hoffmann, BerndH@peta.de, Tel. 07156 / 17828-18
Weitere Informationen und Videoclip über die Schimpansen im Wuppertaler Zoo:
http://www.peta.de/schimpansenwuppertal