
Stand: Juni 2007

PETA hat die türkischen Generalkonsulate, Honorarkonsulate und die Botschaft in Deutschland angeschrieben und sie mit dem Tierelend konfrontiert.

Im Wald ausgesetzter Hund
Die EU hat der Türkei 11,9 Millionen Euro für ein Tollwutschutzprojekt bewilligt. Mit dieser immensen Summe könnte – etwas guten Willen vorausgesetzt - sehr viel Gutes für die Tiere bewirkt werden. Wir fordern Gemeinde- und Stadtverwaltungen auf, ohne weitere Verzögerung das laut Gesetz obligatorische „Neuter and Release“ Programm umzusetzen. Ein konsequentes Einfangen, Impfen, Kastrieren, medizinisch Versorgen, Kennzeichnen und Zurücksetzen ins vertraute Revier könnte eine Menge Tierleid verhindern und die Population von heimatlosen Tieren nachhaltig verringern. Wir meinen, dass es drei Jahre nach Einführung des ersten türkischen Tierschutzgesetzes mehr als an der Zeit ist, für eine konsequente Umsetzung des Gesetzes zu sorgen, damit Image schädigende Horrormeldungen endlich der Vergangenheit angehören und heimatlose Hunde und Katzen auch in der Türkei vor Grausamkeiten geschützt werden. Dabei müssen dringend auch die Besitzer von Hunden oder Katzen in die Pflicht genommen werden, denn dem Überpopulationsproblem streunender Hunde und Katzen kann nur dann erfolgreich begegnet werden, wenn Tierhalter dafür Sorge tragen, dass sich ihre eigenen Tiere nicht ungehindert vermehren und schließlich ausgesetzt auf der Straße landen.
Wir danken der Türkei für ihr engagiertes erstes Tierschutzgesetz und bitten nun genauso inständig wie nachdrücklich, drei Jahre nach Verabschiedung kritisch Bilanz zu ziehen. Jetzt muss dringend gehandelt werden, damit der Inhalt dieses Gesetzes in die Herzen aller türkischen Bürgerinnen und Bürger Einzug findet und heimatlose Tiere endlich mit Achtung und Mitgefühl behandelt werden. Dem Ansehen der Türkei in der Europäischen Gemeinschaft und der Welt wird dies mehr als zuträglich sein!
Helfen Sie PETA dabei die türkischen Behörden und die türkische Bevölkerung von der Notwendigkeit eines umfassenden Kastrationsprogramms zu überzeugen, damit durch eine gezielte Umsetzung der Geburtenkontrolle die Überbevölkerung von heimatlosen Hunden und Katzen in der Türkei durchbrochen werden kann.
Erinnern Sie die Behörden an das seit drei Jahren existierende Tierschutzgesetz und machen Sie klar, dass Sie eine inhumane Behandlung von Tieren nicht akzeptieren.