Am 15. September 2006 besuchten Tierschützer das Edirne Tierheim. Sie trafen ca. 20-30 Hunde an, die meisten noch Welpen zwischen 2 und 3 Monaten. Sie hatten weder Futter noch Wasser. Weder die Beschäftigten (es waren auch Arbeiter da, die die Gitter strichen) noch der Tierarzt waren am Platz. Die Tiere waren gemischt untergebracht, obwohl sie nicht kastriert waren. In einem Gehege war sogar eine Katze unter Hunden. Andere Hunde waren angekettet. Sie bekamen tagelang nichts zu essen, dann erhielten sie eine Art Suppe, die auf den Betonboden geworfen wurde.
Am 17. September waren die Tierschützer erneut dort, nahmen 2 Hunde mit, um sie tierärztlich zu versorgen. Wieder trafen sie weder Futter noch Wasser an. Die Tiere, um die sie sich 2 Tage zuvor gekümmert hatten, konnten sie nicht mehr finden (entweder sie wurden umgebracht oder starben von selbst). Ein Hund hat 15 Minuten nonstop getrunken!!! Der OP-Tisch war rostig und kaputt. Wieder verletzte Tiere. Wieder keiner da. Dann traf der Leiter der tierärztlichen Behörde ein, Mehmet Rodoplu, er gab zu, dass die Bedingungen schlecht seien, aber sie hätten nicht mehr Geld von der Gemeinde zur Verfügung, auch Arbeiter würden ihren Dienst verweigern. Dann war ein verwundeter Hund in seiner Nähe - er musste überredet werden, dem Tier zu helfen. Das Tier starb.
Erneuter Besuch am 20. September: Dieses Mal nahmen die Tierschützer 11 Welpen mit, die in schlimmem Zustand waren. Innerhalb von einem Monat starben 23 der 28 Hunde.
Es erfolgte ein Gespräch mit Cemil Erdogan, dem Oberbürgermeister, der sich der schlimmen Lage bewusst war und zugesichert hat, dass er helfen würde, Besserungen zu erreichen - zum einen sollte PVC-Boden ausgelegt werden, zum anderen die Versorgung mit Wasser und Futter sichergestellt werden. Die Arbeiter, die sich verweigern, werden gekündigt. Die Gemeinde Edirne soll nun ein Kastrationsprogramm durchführen, die Tiere besser medizinisch versorgen und die Tiere auch registrieren. Eine Heizung soll eingebaut werden, freiwillige Helfer sollen das Tierheim unterstützen. Außerdem wird den Verantwortlichen gezeigt, wie man ein Tierheim führt.
Doch es geschah nichts! Die Bedingungen sind sogar noch schlechter! Am 25.3. 2007 sahen Tierschützer, dass Tiere drauf und dran sind, sich vor Hunger sogar gegenseitig zu fressen.