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Helfen Sie den Schafen in Australien

PETA hat am 15. Oktober 2004 einen internationalen Boykott australischer Wolle eingeleitet: australische Farmer verstümmeln die Lämmer — ohne auch nur den Hauch eines Schmerzmittels — in einer Prozedur, die als “Mulesing” bezeichnet wird. Dabei werden den Tieren in dem Versuch, einen Fliegenbefall zu verhindern, riesige Hautfetzen vom Hintern geschnitten, nachdem man sie auf bizarre Weise an den Beinen arretiert hat.

Ein weiterer Streitpunkt zwischen den australischen Wollfarmern und PETA ist der Umstand, dass bei nachlassender Wollausbeute Millionen australischer Schafe entsorgt werden, indem man sie tausende Kilometer auf mehrgeschossigen Offendeck-Frachtern, allen Wetterextremen ausgesetzt, in den Nahen Osten und nach Nordafrika verschifft, wo man ihnen bei vollem Bewusstsein die Kehle aufschlitzt.

Viele kranke und verletzte Schafe, die lediglich als Fracht behandelt werden, wirft man kurzerhand über Bord oder man zerschreddert sie bei lebendigem Leibe in fleischwolfähnlichen Maschinen.

Die australische Regierung macht noch immer keinen Finger krumm, um auch nur die schlimmsten Fälle von Tiermissbrauch zu verhindern.

Bitte schreiben Sie an:

Australische Botschaft
Botschafter Ian Kemish
Wallstr. 76-79
10179 Berlin
Tel. 030 / 880088-0
Fax 030 / 880088-210
info@australian-embassy.de

und an:
Australische Botschaft Wien
Botschafterin Deborah Stokes
Mattiellistr. 2-4
A-1040 Wien
Tel. +43(0)1/5128580,
Fax +43(0)1/5132908
austemb@aon.at

Textvorschlag

Sehr geehrter Frau Botschafterin,

vor einiger Zeit ging ein Artikel durch die Presse in dem stand, dass ein Unwetter, das über East Grippsland fegte, zum qualvollen Tod durch Unterkühlung von mehr als 2.000 Schafen führte. Ein Farmer, Saun Beasley, der alleine 1.200 Schafe im Alter von 18 Monaten verlor, wird wie folgt zitiert: "Sie werden nass und wenn sie dann zwei Tage lang im heulenden Wind stehen, kühlen sie so aus, dass sie sterben. … Das gehört einfach mit dazu."

Diese Art des verfrühten Scherens führt häufig dazu, dass Schafe qualvoll aufgrund von Exposition und Unterkühlung sterben. Es ist bezeichnend dafür, mit welcher Grausamkeit Australien seine 130 Millionen Schafe behandelt. Die australischen Farmer müssen sich außerdem vorwerfen lassen, verantwortlich zu sein für das Verursachen unvorstellbarer Schmerzen durch das sogenannte "Mulesing", einer Prozedur, bei der den Tieren riesige Hautfetzen ohne auch nur die geringste Betäubung vom Hinterteil geschnitten werden. Fotos und ein Videodavonsehen Sie aufRettet-die-Schafe.de

Lässt die Wollausbeute nach, werden die Schafe zu Zehntausenden auf von Krankheiten verseuchte Schiffe gepackt und in den Nahen Osten transportiert, nur um dann dort bei vollem Bewusstsein geschlachtet zu werden auf eine Art und Weise, die in Australien gesetzlich verboten wäre.

Die australische Wollindustrie wurde zwar von PETA bereits soweit unter Druck gesetzt, dass sie eine Krisensitzung abhielt, die in dem Versprechen resultierte, die grausame Praxis des Mulesing bis 2010 beenden zu wollen. Diese Ankündigung kommt fünfzehn Jahre, nachdem ein Unterkomitee des Senats bereits seine Abschaffung gefordert hat. Jedoch meinen abweichende Stimmen innerhalb der Wollindustrie, das Mulesing könne sofort abgeschafft werden, und da stimmt PETA voll zu in Anbetracht der bewiesenermaßen wirksamen Alternativen. PETA hat die Ankündigung daher als reine PR-Maßnahme verurteilt, die darauf abzielen soll, Einzelhändlern in Übersee erst einmal davon abzuhalten, Maßnahmen zu ergreifen.

Australiens 130 Millionen Schafe zahlen die Rechnung Ihrer Wollindustrie. Im Namen aller mitfühlenden Menschen und Tierschützer, darunter auch zahllose beunruhigte Australier, appelliere ich an Sie, Maßnahmen zu ergreifen, um Schafe vor den schlimmsten Fällen von Missbrauch, wie sie ihn derzeit erleiden, zu schützen. Bitte machen Sie Ihren Einfluss geltend, um ein Verbot des Mulesing zu erwirken und dem Lebendhandel ein Ende zu bereiten.


Mit freundlichen Grüßen,



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