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Stand: März 2010


Sechs Hunde starben im Jahr 2009 im Iditarod-Schlittenhunderennen. Zwei von ihnen sind wahrscheinlich erfroren. Der Schlittenhundeführer Lou Packer gab zu, dass er fühlen konnte, wie sich unter der Haut einer der beiden Hunde vor seinem Tod Eis bildete. Drei weitere Hunde starben auf der Strecke aus „ungeklärter Ursache“. Das sechste Tier starb ebenfalls aus ungeklärten Gründen – der Hund befand sich in einem Flugzeug, nachdem das Team aus dem Rennen gestrichen wurde.


Das Iditarod ist ein Schlittenhunderennen, bei dem Jahr für Jahr zahlreiche Hunde leiden und sterben. Die Tiere müssen schwere Schlitten durch die schlimmsten Wetterbedingungen ziehen - darunter Windgeschwindigkeiten von 90 bis 120km/h, so genannten Whiteouts und Temperaturen von bis zu -34°C. Ihre Füße sind blutig und von Schrammen übersät, das Eis und der gefrorene Boden schneiden sich hinein. Auf dieser scheinbar nie enden wollenden Strecke zerren sich viele Hunde Muskeln, erleiden Ermüdungsbrüche (auch Stressfrakturen genannt) oder leiden unter Durchfall, Dehydrierung oder Darmviren.

Im Januar 2005 veröffentlichte das Journal of Veterinary Internal Medicine eine Studie, die aussagt, dass 61% der untersuchten Schlittenhunde mit erhöhter Häufigkeit Magenerosionen oder Geschwüre nach dem Rennen aufwiesen; keiner der Hunde hatte diese Symptome vor dem Rennen. Eine weitere Studie im American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine kam 2002 zu der Erkenntnis, dass 81% der Hunde, die am Iditarod teilnahmen, “abnormale Ansammlungen“ an Schleim oder Zelltrümmern in ihren unteren Atemwegen hatten. Dem Bericht zufolge wurden diese Ansammlungen bei fast der Hälfte der Hunde als moderat bis ernstzunehmend eingestuft.


Zu Tode gehetzt
Mindestens 136 Hunde sind seit Beginn der Aufzeichnungen in diesem Rennen zu Tode gekommen.
Im Jahr 2008 starben drei Hunde: einer atmete sein eigenes Erbrochenes ein, ein anderes Tier wurde getötet, als eine Schneemaschine in die Gruppe fuhr (dabei wurde auch ein weiterer Hund schwer verletzt) und der dritte Hund starb aus ungeklärter Ursache. Mindestens fünf „Musher“ (die Schlittenhundeführer) brachen das Rennen ab, weil ihre Hunde erkrankten. Zwei Hunde wurden von einem Musher zurückgelassen, da sie sich aus ihrer Gruppe entfernt hatten und nicht mehr auffindbar waren.


Nur der Sieg zählt
Die Organisatoren des Iditarod spielen das Leid der Hunde herunter und versuchen, den Missbrauch vor den Augen der Öffentlichkeit zu verbergen. Selbst wenn Schlittenhundeführer wie Ramy Brooks im Jahr 2007 dabei erwischt werden, wie sie ihre Hunde schlagen, kommen sie mit kaum mehr als einem "blauen Auge" davon. Obwohl einer der Hunde im Nachhinein starb, wurde Brooks nicht lebenslang gesperrt, sondern darf wieder teilnehmen.

Die heutige Veranstaltung erfüllt noch nicht einmal den ursprünglichen Zweck des Iditarod. Es handelte sich dabei um ein Rennen entlang einer Poststrecke, um Notrationen eines Diphtherieimpfstoffes nach Nome zu bringen. Heute sind die Teilnehmer – unter denen kaum Ureinwohner Alaskas zu finden sind – nur noch auf den Geldpreis aus und tun fast alles, diesen auch zu erhalten.

Neben den offensichtlichen Grausamkeiten des Rennens selbst, zahlen die Hunde auch hinter den Kulissen des Iditarod einen hohen Preis. Nicht jeder Welpe ist von Geburt an ein schneller Läufer und die unterdurchschnittlichen Tiere werden normalerweise getötet – oft werden sie zu Tode geknüppelt – weil sie nicht das nötige Durchhaltevermögen besitzen und nicht schnell genug laufen. Die „Musher“ geben offen zu, dass Hunde, die nicht mithalten können, getötet werden; ein Hundeführer setzt diesen Prozess mit dem „Unkrautjäten eines Gartens“ gleich. Die Überlebenden verbringen meist ihr gesamtes Leben in engen, schäbigen Zwingern, die nie – oder nur selten – durch Behörden kontrolliert werden. Viele Betreiber solcher Zwingeranlagen halten die Hunde an kurzen Seilen oder Ketten angebunden.

Was Sie tun können

Helfen Sie uns, den Sponsoren des Iditarod-Rennens zu zeigen, dass sie in Wahrheit Tiermissbrauch und den Tod zahlreicher Hunde unterstützen, wenn sie dem Rennen ihren Namen oder Geld zur Verfügung stellen.
Bitte fordern Sie die Sponsoren auf, das Iditarod – und allen anderen Schlittenhunderennen – nicht mehr zu unterstützen und stattdessen humane Alternativen zu fördern, wie beispielsweise das National Human Dogsled Race Championship von Lowell’s, bei dem Menschen, statt Hunde, den Wagen ziehen.


Klicken Sie hier um an die Sponsoren zu schreiben
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