Elektrohalsbänder und Sprühhalsbänder für Hunde – Tierquälerei für Anfänger
Stand: August 2009
PETA spricht sich strikt gegen die Verwendung von Schockhalsbändern oder (unsichtbaren) Elektrozäunen aus, die dem Hund einen Stromschlag versetzen, wenn er bellt oder eine bestimmte Linie übertritt. Diese Geräte können neben Schmerzen und potentiellen ernsten Gefahren (wie Verbrennungen oder Herzflimmern) vor allem auch zu psychischen Problemen des Tieres führen. Der Hund versteht bei einem solchen Halsband oder einem unsichtbaren Zaun nicht, warum er zu einem bestimmten Zeitpunkt bestraft wird – so könnte der Elektroschlag auch genau dann erfolgen, wenn der Hund gerade beispielsweise ein kleines Kind oder einen Radfahrer sieht. Er würde das Gesehene in dem Fall wahrscheinlich unmittelbar mit dem Schmerz oder Schreck verbinden. Kein Tier sollte unter dem ständigen Druck leben, einen elektrischen Schlag zu erhalten. Die gleichen psychischen Folgen können auch die sogenannten „Sprühhalsbänder“ auf ein Tier haben – der „Schockeffekt“ bleibt der Gleiche!
Neben diesem psychischem Druck und der Angst, können natürlich auch technische Probleme auftreten. Es soll schon vorgekommen sein, dass Elektrohalsbänder auf andere Funkfrequenzen oder Fernbedienungen eines anderen Halsbandes reagierten. So würde ein völlig unschuldiger Hund einen Elektroschock erhalten und dies natürlich falsch zuordnen.
Elektrozäune spiegeln ähnliche Probleme wieder. Hinzu kommt noch, dass der Jagdtrieb einiger Hunde so stark ist, dass ein solcher Zaun sie im Zweifelsfall vielleicht nicht aufhalten würde – ob der Hund nach dem ersten Schock dann jedoch wieder freiwillig zurück auf das Grundstück kommen würde, ist fraglich.
In Deutschland sind Elektrohalsbänder glücklicherweise illegal. Jedoch findet man sie noch immer in den Regalen einiger Tierbedarfsläden. Bitte werden Sie aktiv, wenn Sie die Benutzung eines solchen Gerätes entdecken.
Echte Zäune und positive Trainingsmethoden sind tierfreundlicher und effektiver – bitte lassen Sie Ihren Hund nicht grundlos leiden.
Informationen zu positiven Lernmethoden finden Sie in den Büchern des
Animal Learn Verlages.