SEX and the FISHES: Erotikmessen in Dortmund, Hamburg und Offenburg
Sexleben von Menschen einfallsloser als das von Fischen?
Stand: 22. März 2006
Kontakt: Jürgen Faulmann, Tel. +49 (0)7156-17828-29
Dortmund/Hamburg/Offenburg -- „Kalt wie ein Fisch?“ Von wegen!! Fische mögen Kaltblüter sein, aber sie sind auch ganz schön „heißblütig“, berichtet die Tierrechtsorganisation PETA und stützt sich hierbei unter anderem auf das Buch von Birgit Pelzer-Reith, Sex & Lachs & Kabeljau.
Erotik an Land sei nichts im Vergleich zum Sexleben unserer schuppigen Freunde unter Wasser, so PETA. Menschen könnten nur staunen, wenn sie erfahren was sich bei Fischen unter der Wasseroberfläche so alles bewegt.
„Fische leben in Harems und lieben wechselnde Partner beiderlei Geschlechts. Es gibt Homos und Heteros, Hermaphroditen, Zwitter und Transvestiten, monogame und polygame Fische“, so Jürgen Faulmann von PETA.
Auf „Partousen“ lassen sich Frauen des „Black Molly“ (Poecilia sphenops) gleichzeitig von mehreren Männern befruchten. Manche Zwergbuntbarsch-Männer und Putzerfische halten sich Harems, die sie gegenüber Rivalen verteidigen. Viele Fischarten sind Hermaphroditen und können ihr Geschlecht wechseln, z. B. können sich Spezies der Familie Gobiidae, die am Great Barrier Reef leben, von der Frau zum Mann und zurück zur Frau verwandeln, so Dr Munday von der James Cook University in Australien.
Manche Fischarten, wie der Gürtelsandfisch sind Zwitter und können sich ohne Partner fortpflanzen: erst legen sie die Eier ab, dann stoßen sie den Samen aus. Auch Transvestiten gibt es: Bei den Sonnenbarschen (Gattung Lepomis) nehmen listige Männer die Färbung und das Verhalten weiblicher Artgenossen an. So werden sie von konkurrierenden Männern nicht angegriffen und verschaffen sich Zugang zu den echten Frauen. Fische mit homosexuellem Verhalten sind zum Beispiel Guppies und Ährenfische, denn diese bestehen ausschließlich aus Frauen. Die Eier enthalten bereits das genetische Material und müssen nicht von Spermien befruchtet werden.
Aber es gibt auch die Romantiker unter den Fischen, die buchstäblich aus Liebe mit dem Partner verschmelzen und miteinander verwachsen, so Herr und Frau Anglerfisch. Es kommt sogar vor, dass Frau Anglerfisch mit mehreren Männern verwächst. Männliche Anglerfische wiegen nur 150g, die weiblichen Tiere hingegen mehr als 10 kg. Wenn ein oder mehrere Männer auf eine Frau treffen, beißen sie sich fest und verwachsen mit ihr. Ihre Blutkreisläufe verbinden sich miteinander und der Mann wird von der Frau miternährt.
Auch in Sachen Gleichberechtigung sind sie uns um Jahrtausende voraus: bei den Seepferdchen gibt es schwangere Männer. Die Geburt kann Tage dauern und Zoologen sprechen von „Wehen“.
Der Mondfisch (Mola mola) steht im Guinness Buch der Rekorde. Bis zu 300 Millionen Eier kann eine einzige Frau in einem Laichvorgang abgeben.
„Wir wissen zwar nicht, ob sich Fische auch Erotikmessen wünschen, aber wir wissen heute, dass sie nicht nur Lust sondern auch Schmerz empfinden wie wir“, so Faulmann. „Deshalb wollen sie weder gefangen noch eingesperrt und schon gar nicht getötet und gegessen werden.“
Weitere Infos über Fische finden Sie auf PETAs Website
Fischen-tut-weh.de
PETA ist mit über 1 Million Unterstützern die weltweit größte Tierrechtsorganisation. Ziel der Organisation ist es, durch Aufdecken von Tierquälerei, Aufklärung der Öffentlichkeit und Veränderung der Lebensweise jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen.