Entgegen den Behauptungen seitens der Verkäufer gibt es heute kaum noch Zweifel daran, dass Hummer - wie alle Tiere - Schmerz empfinden können. Die meisten Wissenschaftler sind sich darin einig, dass das Nervensystem eines Hummers ziemlich gut entwickelt ist. So sagt beispielsweise der Neurobiologe Tom Abrams, dass Hummer "über eine ganze Spanne an Gefühlen" verfügen. Jelle Atema, Meeresbiologin am Marine Biological Laboratory in Woods Hole, Massachusett, ist eine der landesweit führenden Experten über Hummer. Sie meint: "Ich persönlich bin der Ansicht, dass sie Schmerz empfinden."
Hummer empfinden vielleicht sogar noch mehr Schmerz als wir es in vergleichbaren Situationen tun würden. Eine bekannte Zeitung für Nahrungsmittel schlug kürzlich vor, Hummer zu halbieren, bevor man sie auf den Grill wirft (ein Rezept, das "nichts für Weicheier ist" warnte das Magazin) und man weiß von mehr als einem Koch, der Hummer vor dem Kochen in Stücke schneidet. Aber der Zoologe für Wirbellose, Jaren G. Horsley, meint dazu: "Der Hummer verfügt nicht über ein autonomes Nervensystem, das ihn in einen Zustand des Schocks versetzt, wenn er verletzt wird. Er fühlt daher vermutlich, wie er aufgeschnitten wird. ... Ich denke, der Hummer hat furchtbare Schmerzen, wenn man ihn aufschneidet ... und fühlt den gesamten Schmerz, bis sein Nervensystem zerstört ist".

“Hummer sind bemerkenswerte, komplexe Lebewesen.” — Meeresbiologin Jelle Atema
Jeder, der einmal einen Hummer bei lebendigem Leibe gekocht hat, kann die Tatsache bestätigen, dass Hummer, wenn man sie in das kochende Wasser wirft, sich heftig winden und an den Topfwänden kratzen in dem verzweifelten Versuch zu entkommen. In dem Magazin Science bezeichnet der Wissenschaftler Gordon Gunter diese Tötungsmethode für Hummer als "unnötige Tortur".
PETA hat sich mit zahlreichen Meeresbiologen in Verbindung gesetzt, um zu erfahren, welche Methode für die Tötung von Hummern die humanste ist. Während sich die Experten nicht einig wurden, welche Methode nun am besten ist, sind sie sich jedoch in dem Punkt einig, dass es eigentlich keine humane Methode gibt, diese sensiblen und faszinierenden Tiere zu töten.