Im sexy Tiger-Bikini für ein Wildtierverbot im Zirkus
PETA-Aktion gegen Circus Krone in Hamburg
Stand: 15. September 2011
Hamburg / Gerlingen, 15. September 2011 – In einem sexy Tiger-Bikini hat sich heute PETA-Aktivistin Jana Wagenhuber zur Circus-Krone-Premiere am Heiligengeistfeld in einen engen Käfig sperren lassen. Mit dem Slogan „Wildtiere raus aus dem Zirkus“ unterstützten zudem weitere Tierschützer die Aktion mit Plakaten und Bannern. Auf diese Weise protestierten die Tierschützer gemeinsam mit der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. für ein Wildtierverbot im Zirkus. Bei Circus Krone leiden Raubkatzen in winzigen Käfigen sowie in freier Natur gefangene Elefanten unter den qualvollen Zirkusbedingungen. In diesem Zusammenhang fordert PETA ein bundesweites Verbot von Wildtieren im Zirkus.
„Die heutige Aktion ist auf breite Resonanz gestoßen und soll die Hamburger Initiative gegen Tierquälerei unter dem Zirkuszelt unterstützen. Die Haltung von Wildtieren in Zirkusbetrieben muss endlich in die Geschichtsbücher verbannt werden. Zirkus ist kein Spaß für Tiere. Immer mehr Leute sind von den engen Käfigen, den Peitschen für die Raubkatzen und der Peinigung der Elefanten mittels Elefantenhaken angewidert“, sagt Peter Höffken, Wildtier-Experte bei PETA.
Hinter den glitzernden Zirkuskulissen ist das Leid der Tiere grenzenlos und bei Circus Krone sogar behördlich dokumentiert. Nach einer Strafanzeige von PETA und einer Gegenanzeige von Circus Krone hat die Staatsanwaltschaft München I im Oktober 2010 festgestellt, „[…] dass bei einem Teil der Tiere des Circus Krone tatsächlich deutliche Haltungsmängel sowie Verhaltensstörungen vorlagen, die gutachterlicherseits als erhebliche Leiden im Sinne von § 17 Nr. 2b des Tierschutzgesetzes eingestuft wurden. Insbesondere wurden bei den Elefanten Verhaltensstörungen in Form von Bewegungsstereotypien beobachtet“.
Undercover-Aufnahmen der Tierrechtsorganisation PETA von 2008 belegten, dass ein Großteil der Tiere sowohl im Münchner Winterquartier als auch während der vergangenen Zirkustourneen unterhalb der tierschutzrechtlichen Mindestanforderungen gehalten wurde. Erst nach massivem Druck der zuständigen Münchner Behörde verbesserte der Zirkus die Tierhaltung und muss sich nun an gut 100 Auflagen halten. Weitere Urteile: Im Februar 2009 wurde Frau Sembach-Krone wegen Tierquälerei vom Amtsgericht Darmstadt rechtskräftig verurteilt – Grund war die nicht art- und tiergerechte Elefanten- und Pferdehaltung. Im April 2009 bezeichnete ein Richter des Amtsgerichts Hagen einen Dressurakt, bei dem eine Elefantenkuh auf dem Kopf stand, als „völlig abartig“. Doch das Leiden geht weiter, da es systembedingt ist. Ständig auf Reisen, ein Leben auf Transportern und unter einem Plastikzelt. Diese Entbehrungen führen bei den Tieren zwangsläufig zu Verhaltensauffälligkeiten, Krankheit und frühzeitigem Tod.
Interviewkontakt: Peter Höffken, Mobil 0162 / 6878847, PeterH@peta.de
Weitere Informationen:
www.peta.de/circuskroneDruckfähige Fotos von Tieren im Zirkus:
http://www.fotos.peta.de/categories.php?cat_id=33