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Jaguar-Nachwuchs Zoo Rostock:
„Erst getauft und dann geschlachtet?“

PETA Deutschland e.V. fordert Aufklärung über den Verbleib des Jaguar-Nachwuchses

Stand: 2. Dezember 2008

Kontakt: Frank Albrecht, Tel. 07156/ 178 28 35

Rostock/ Gerlingen – Die aktuelle Geburt und Taufe des neuesten Löwennachwuchses steht jetzt in der Kritik der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. Nach Ansicht der Organisation werden im Zoo Rostock erneut süße kleine Raubkatzen als Publikumsmagneten missbraucht und als Kassenfüller ausgebeutet, obwohl es an Platz in den Zoos weltweit mangelt und eine seriöse Abgabe immer schwieriger wird. So suchte die Organisation bisher vergeblich, einen vom Zoo Rostock angegebenen Zoo in Zypern, an den die im Dezember 2006 geborenen Jaguar-Lieblinge Keme, Kaya und Kachina gegangen sein sollen. Die Organisation fordert daher heute den Rostocker Zoo auf, den Verbleib offen zu legen.

“Wir haben in Nikosia und bei allen anderen möglichen Zoos in Zypern angefragt, doch keiner hat die Jaguar-Drillinge erhalten. Wir hoffen, dass der Zoo Rostock die Medien und seine Besucher nicht belogen hat, als er im April verkündete, die Jaguare seien an einen Zoo in Zypern abgegeben worden.“, so Frank Albrecht, Zooexperte von PETA Deutschland e.V. „Wenn der Zoo Rostock die Jaguare selbst an einen wissenschaftlich geführten Zoo oder an einen seriösen Tierhändler abgegeben hat, wird der Zoo mit Sicherheit für volle Aufklärung sorgen.“

Bereits im August 2007 deckte die Organisation auf, dass viele deutsche zoologischen Einrichtungen ihren überschüssigen Tiger-Nachwuchs meist über Tierhändler nach China verkauften, wo sie in vielen Fällen in so genannte Tigerfarmen landeten, in denen Tiger nachweislich getötet und zu Potenzmittel verarbeitet werden.
www.peta.de/verschiedenes/werden_deutsche_tiger_+_jaguare_fr.1211.html
Bereits hier machte die Organisation auf die Probleme in der Zucht und den Widersprüchen der Erhaltungszucht in den Zoos aufmerksam, forderte einen generellen Zuchtstopp und eine Geburtenkontrolle.

„Wir hoffen, dass sich der Zoo Rostock im Fall der Abgabe der drei Jaguare, als Mitglied des Weltzooverbandes (WAZA), an den Ethik-Codex gehalten hat und für eine seriöse und artgerechte Unterbringung gesorgt hat. Immerhin hat er sich als Mitglied dazu verpflichtet“, so Frank Albrecht abschließend. „Und wir hoffen vor allem, dass alle drei Jaguare wohlauf und nicht zu Bettvorlegern verarbeitet worden sind.“
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