Die modernen Aufzuchtmethoden der Tiere für die Fleischindustrie machen die Sache für Fleischesser noch schlimmer. Antibiotika, Hormone, Schwermetalle, Dioxine und verschiedene andere Verbindungen erhöhen das Krebsrisiko.
Da Hühner in so großer Beengtheit und unter dermaßen unhygienischen Bedingungen gehalten werden, sind sie anfällig für Erkrankungen, weswegen sie in dem Versuch, sie unter Bedingungen am Leben zu erhalten, die sie normalerweise umbringen würden, von Mästern mit einer ganzen Reihe Antibiotika vollgestopft werden, darunter eines, das die giftigste Form von Arsen enthält. Ein Bericht des US-amerikanischen Landwirtschaftsministeriums –veröffentlicht im Januar 2004 in Environmental Health Perspectives –zeigte auf, dass Hühnerfleisch mehr als das 3- bis 4-Fache an potentiell giftigem Arsen enthält als anderes Geflügel und Fleisch. Eine typische Portion von nur 55 g Huhn pro Tag zu essen, bedeutet die Aufnahme von 3,6 bis 5,2 Mikrogramm krebsverursachendem Arsen.
Doch Arsen ist nicht das einzige, das einem Sorgen machen müsste, wenn einem wieder einmal ein Hühnerbein angeboten wird. Mehr als 95 Prozent unserer Exposition gegenüber Dioxin, einem nur allzu bekannten Krebserreger, stammt aus dem Verzehr von tierischen Produkten (der Rest ist umweltbedingt; nichts stammt aus veganen Lebensmitteln). Wissenschafter des Institute of Medicine haben sogar bereits Empfehlungen ausgesprochen, dass Mensen in Schulen mehr Lebensmittel anbieten sollten, die arm an tierischen Fetten sind, damit Kinder nicht ungesunden Dioxinmengen ausgesetzt sind, den gefährlichen Abfallprodukten der industriellen und natürlichen Verbrennung, die sich im Körperfett ansammeln können. Michael Taylor von Resources for the Future meint: "Der direkteste Weg, die Aufnahme von Dioxin über die Ernährung zu verringern, ist, tierische Fette zu reduzieren." Man sollte sich ins Bewusstsein rufen, dass die Hälfe der Kalorien selbst beim magersten Huhn aus Fett stammen.
Auch Fisch ist nicht unbedenklich. Neben der hohen Konzentration von (krebserregendem) tierischem Eiweiß, ist Fisch häufig auch noch stark mit Umweltgiften belastet. Fisch enthält gewöhnlich Quecksilber, Dioxine, polychlorierte Biphenyle (PCBs) und andere Chlorkohlenwasserstoff-Pestizide. Diese Schadstoffe, die mit Krebs und anderen Gesundheitsproblemen in Verbindung gebracht werden, neigen dazu, sich im Körperfett anzusammeln und verbleiben auf Jahrzehnte im Körper.
Tatsächlich stammen durchschnittlich 80 bis 90 Prozent der durch die Ernährung aufgenommenen Pestizide. Hormone und Dioxine werden sogar zu fast 100 Prozent aus dem Verzehr tierischer Produkte aufgenommen. Von vielen dieser Chemikalien weiß man, dass sie Krebs beim Menschen verursachen.
Schließlich bilden sich auch noch Karzinogene beim Kochen von Fleisch. Diese krebserregenden Chemikalien, die man als heterozyklische Amine bezeichnet, finden sich in gekochtem rotem und weißem Fleisch, auch in Fisch und Geflügel. So ist die in gegrilltem Hähnchen vorgefundene Menge 15 Mal höher als in einem Hamburger oder Steak.