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Kinder appellieren an Delitzscher Veterinäramt für kranke Elefantin Mausi

Zahlreiche Briefe und Bilder an Veterinäramt Nordsachsen geschickt

Stand: 16. August 2011

Gerlingen, 16. August 2011 - Noch immer wird die schwerkranke Elefantendame Mausi vom Circus Voyage durch Deutschland gekarrt – mit Erlaubnis des Veterinäramtes Landkreis Nordsachsen. Mittlerweile kann Mausi vor Schmerzen kaum mehr gehen oder gerade stehen, ihre schwere Arthrose wird immer schlimmer. Jetzt haben viele Kinder über PETAs Kinderportal www.petakids.de Briefe geschrieben und Bilder gemalt, um das Veterinäramt zu bitten, Mausi endlich aus dem Zirkus zu nehmen. PETA Deutschland e.V. hat dem Veterinäramt in Delitzsch 20 Briefe und Bilder der Kinder exemplarisch zugesandt und nochmals die Rettung von Mausi gefordert.

„Jeder Mensch sieht sofort, dass Mausi humpelt und vor Schmerzen kaum gehen kann. Ihr Zustand ist in letzter Zeit sogar schlimmer geworden. Viele Kinder bewegt das Schicksal von Mausi sehr und sie wünschen sich ein schmerzfreies Leben für die arme Elefantendame, aber das ist im Wanderzirkus unmöglich. Normalerweise müssten die Behörden sofort ein Transportverbot verhängen. Aber das Veterinäramt scheut sich vor Kosten und Aufwand, schiebt Argumente wie Mausis soziale Situation vor, dabei bezeugt ein Gutachten, dass Mausi im Circus Voyage sozial isoliert ist“, sagt PETAs Kampagnenleiter Peter Höffken.
Laut einem Gutachten der weltweit bekannten Elefantenexpertin Dr. Marion Garaï leidet Mausi neben ihren Schmerzen auch an einem sozial niedrigen Status in der Herde und sei, besonders seit dem frühen Tod ihrer Partnerin, sozial verarmt. „Mausi sollte so schnell als möglich aus der jetzigen Zirkussituation genommen werden“, so Dr. Garaï in ihrem Gutachten. Besonders schmerzhaft seien die Transporte, wo jede Kurve und jedes Abbremsen eine zusätzliche Qual für Mausi darstellen. Tobias Dornbusch, Diplom-Biologe und Elefantenexperte beim Elefanten-Schutz Europa e. V. (ESE). ergänzt: „Seit Ende 2008 darf Mausi nicht mehr in der Manege vorgeführt werden. Sie erleidet als chronisch krankes Tier fortdauernde Schmerzen und Leiden aufgrund ihrer Mitführung im Reisebetrieb.“ PETA setzt sich für ein generelles Wildtierverbot für Zirkusse ein, weil unsägliche Bedingungen und eine von Gewalt geprägte Dressur systembedingt sind.
Interviewkontakt: Peter Höffken, Tel. 07156/ 178 28-18, PeterH@peta.de
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