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Dem Klimawandel den Kampf ansagen!


Die Aktivitäten des Menschen erzeugen große Mengen an Treibhausgasen in der Atmosphäre (Gase, die verhindern, dass Wärme aus der Atmosphäre der Erde entweicht). Dies führt dazu, dass die Luft, die die Erde umgibt, heißer wird, und Wissenschaftler sagen, dass dies immer mehr zu Naturkatastrophen führen wird, wie z.B. häufige und sehr heftige Hurrikans, Fluten und Dürre. Nicht erst seit dem Friedensnobelpreis für Al Gore und dem International Panel on Climate Change (IPCC) ist das Thema Klimawandel im Brennpunkt öffentlicher Diskussionen. Mittlerweile gilt es als abgesicherte Tatsache, dass der Klimawandel mit allen seinen schrecklichen Folgen hauptsächlich vom Menschen verschuldet ist. Olaf Hohmeyer, Vize-Vorsitzender einer Arbeitsgruppe des IPCCs, meint, die Weltgemeinschaft steht nun an einem Scheideweg und muss ihre Verhaltensweisen ändern, um überlebensfähig zu bleiben. Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos: „Ja, wir können etwas tun. Ja, wir haben bereits jetzt alle Mittel dazu in der Hand. Aber: Wir müssen sofort anfangen“, so der Klimaexperte (1).
Viele Menschen möchten daher etwas gegen den Klimawandel unternehmen, ja, die Ernsthaftigkeit der Lage zwingt uns geradewegs dazu. Bis 2050 sollen 80% der Treibhausgase eingespart werden. Doch reicht es nicht aus, alle Glühbirnen durch Energiesparlampen zu ersetzen oder ein Auto mit umweltfreundlichem Spritverbrauch zu fahren und auf alle Flugreisen zu verzichten. Nein, es reicht nicht. Denn das, was man isst, entscheidet mehr darüber, ob man zur globalen Erwärmung beiträgt als man denkt!


Tierzucht ist einer der größten Verantwortlichen für die heutigen Umweltprobleme.

Tierzucht ist einer der größten Verantwortlichen für die heutigen Umweltprobleme.

Die Tierwirtschaft als wesentlicher Klimasünder

Im offiziell bestätigten Bericht „„Livestock’s Long Shadow: Environmental Issues and Options“ der Welternährungsorganisation der UN (FAO) vom Dezember 2006 zeigen die Forscher auf, dass die Tierwirtschaft mit 18% Emissionen mehr Treibhausgase emittiert als der gesamte Verkehr. Zahlen des IPCC, die aufzeigen, wie viel welche Sektoren zu den globalen Treibhausgas-Emissionen beitragen, bestätigen den enormen Anteil der Fleischwirtschaft am Klimawandel. Schließlich werden neben Ammoniak in der Tierwirtschaft die drei klimarelevantesten Treibhausgase Kohlenstoffdioxid, Methan und Stickoxid in unvorstellbar großer Menge erzeugt. Dies geschieht entweder direkt durch den Verdauungsprozess oder die Ausscheidungen der Milliarden Hühner, Puten, Schweine und Kühe, die Jahr für Jahr in der Intensivtierhaltung weltweit eingepfercht sind. Oder indirekt durch die Produktionsprozesse und die Abholzung der Wälder für Weideflächen oder die Anpflanzung der Futtermittel.

Laut FAO ist die Tierwirtschaft an 37% des weltweiten Methanausstoßes schuld, wobei zu bedenken ist, dass Methan 23x klimarelevanter als Kohlenstoffdioxid ist. Zusammen mit seiner energieaufwendigen Produktion ist die Fleischproduktion für 65 Prozent der vom Menschen verursachten Stickoxide (265x klimaschädlicher als CO2) verantwortlich. Der FAO-Experte Henning Steinfeld meint, die „Tierzucht ist einer der größten Verantwortlichen für die heutigen Umweltprobleme.“ Außerdem beansprucht die Tierzucht mit allen ihren Folgen heute bereits 30 Prozent der gesamten Landoberfläche und ist auch für die Boden- und Wasserverschmutzung hauptverantwortlich. Das Verfüttern massiver Mengen an Getreide und Wasser an Tiere in der Intensivtierhaltung, sie dann zu töten und zu verarbeiten, zu transportieren und ihr Fleisch zu lagern, verbraucht extrem viel Energie. Leider prophezeit die FAO einen Anstieg des Fleisch- und Milchkonsums mit unvorstellbaren Folgen für die Umwelt und das Klima (2). Dabei ist der Konsum von Fleisch und Milchprodukten weder aus geschmacklicher noch aus gesundheitlicher Sicht nötig.

Eine neue Studie des WWF zeigt nun Zahlen für Deutschland auf und weist der deutschen Landwirtschaft einen überproportionalen Anteil am Klimawandel zu, der bei bis zu 11% liegt. Besonders die Haltung von Kühen ist emissionsintensiv (3).


Klimawandel – Jetzt geht es um die Wurst!

Im Bericht von EarthSave International, der auf der Arbeit führender Klimaforscher basiert, wird aufgezeigt, dass das Wechseln auf eine vegetarische Ernährung weitaus effektiver darin ist, die globale Erwärmung zu vermindern, als es das Verringern von Emissionen aus Autos oder Energieerzeugungsanlagen (vor allem Groß-Kraftwerken) ist. Dieses Ergebnis wurde von einer bahnbrechenden Studie an der University of Chicago bestätigt, die die enormen Vorteile für die Umwelt (und auch die gesundheitlichen Vorteile) aufzeigt, die eine vegane Ernährung mit sich bringt..Danach ist ein Veganer für 1,5 Tonnen CO2 pro Jahr weniger verantwortlich, als ein Fleischesser, schlicht wegen der unterschiedlichen Wahl an Nahrungsmitteln.. Lesen Sie hier einen Artikel über die Studie an der University of Chicago oder hier die gesamte Studie. Eine kürzlich veröffentlichte Studie aus Japan ermittelte des Weiteren, dass die Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch so viel Emissionen wie eine Autofahrt von 250km oder verbraucht so viel Energie, wie eine 100W-Lampe für knapp zwanzig Tage benötigt (4).



Die allgemeine Klimarelevanz von Lebensmitteln wurde vom Öko-Institut getestet.

Ergebnis war, dass Butter am klimaschädlichsten ist, gefolgt von Rindfleisch. Im Vergleich zu Fleisch verursachen aber Kartoffeln nur etwa 1/10 der Emissionen, und Gemüse ist noch klimafreundlicher. (5) Betrachtet man nebenstehende Tabelle, so wird deutlich, dass die tierischen Produkte klar klimaschädlicher sind als pflanzliche.

Klimaschutz beginnt also im Kleinen, bei jeder Kauf- und Essentscheidung und eben nicht nur in der Wahl zwischen Auto, Bus, Bahn oder Rad. Regionale und ökologische Lebensmittel sind wichtig, jedoch reicht es nicht aus, um die gesteckten Reduktionsziele von 80% bis 2050 zu erreichen. Wählen Sie eine rein pflanzliche Lebensweise, für sich selbst, die Tiere, die Umwelt und das Klima. Schließlich erkannte schon Albert Einstein die Vorzüge einer vegetarischen Ernährung, indem er sagte: „Nichts wird die Chance auf ein Überleben auf der Erde so steigern wie der Schritt zur vegetarischen Ernährung.“ Dieser Satz gilt heute angesichts der drohenden Klimakatastrophe mehr denn je zuvor. Bitte informieren Sie sich über weitere Vorzüge einer rein pflanzlichen Ernährung auf www.goveggie.de und bestellen Sie unser kostenloses Veggie Starter Kit.





Der bedeutendste Schritt, den wir als einzelne machen können, um die globale Erwärmung abzuwenden, ist der, auf Fleisch, Eier und Milchprodukte zu verzichten. Klicken sie hier um zu erfahren wie sie helfen können die Umwelt zu schützen!






Quellen:
(1) Stuttgarter Nachrichten, 19.November 2007.
(2) UN Food and Agriculture Organisation, 2006: Livestock´s Long Shadow (ftp://ftp.fao.org/docrep/fao/010/A0701E/A0701E00.pdf)
(3) WWF Deutschland, 2007: Methan und Lachgas – Die vergessenen Klimagase (http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/pdf_neu/Methan_und_Lachgas_Die_vergessenen_Klimagase.pdf)
(4) New Scientist, 2007: Meat is murder on the environment (http://environment.newscientist.com/article/mg19526134.500-meat-is-murder-on-the-environment.html)
(4) Öko-Institut, 2007: Treibhausgasemissionen durch Erzeugung und Verarbeitung von Lebensmitteln (http://www.oeko.de/oekodoc/328/2007-011-de.pdf)