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Kritik am Dresdner "Weihnachts Circus"

PETA fordert Auftrittsverbot für Wildtiere

Stand: 14. Dezember 2009

Dresden / Gerlingen, 14. Dezember 2009 – Einem Zirkus mit Wildtieren städtische Flächen zu vermieten verträgt sich nicht mit dem Tierschutzgedanken, findet PETA Deutschland e. V. Darum kritisiert die Tierrechtsorganisation die Stadt Dresden, denn diese vermietet dem „14. Weihnachts-Circus Busch-Roland“ ab kommendem Mittwoch den Volksfestplatz Pieschener Allee – obwohl der Zirkus Affen, Raubkatzen und Seelöwen im Programm hat. Dass die Stadt dem Zirkus sogar die Standmiete von eigentlich 35.000 Euro auf 23.000 reduziert hat, findet PETA besonders bedenklich. Die Tierrechtsorganisation fordert Dresdens Stadtverwaltung dazu auf, im Tierschutz endlich Verantwortung zu übernehmen und dem Artikel 20a des Grundgesetzes Rechnung zu tragen.

„Zirkus ist kein Spaß für Tiere. Auch der Volksfestplatz bietet den Seelöwen keine felsigen Küsten und kein offenes Meer. Die Affen können nicht klettern und die bewegungsfreudigen und wasserliebenden Tiger, die enorme kognitive Fähigkeiten besitzen, verkümmern im Zirkus“, so Carola Schmitt, Leiterin der PETA-Kampagne „Wildtiere raus aus dem Zirkus“. Lebenslange Entbehrungen aufgrund des ständigen Herumreisens und der Dressur führen bei Wildtieren im Zirkus zu Verhaltensauffälligkeiten und zum frühen Tod. Schon 11 europäische Länder, darunter Österreich, Portugal und Ungarn, haben daher bestimmte Wildtierarten im Zirkus verboten. Der deutsche Bundesrat hat bereits 2003 in einem Entschließungsantrag einstimmig für ein Zirkuswildtierverbot gestimmt, welches die Bundesregierung bislang jedoch nicht umgesetzt hat. PETA appelliert an die Dresdner Bevölkerung: „Zeigen Sie Mitgefühl: Indem Sie dem Zirkus fernbleiben, setzen Sie ein wichtiges Signal für den Tierschutz!“


Interviewkontakt: Carola Schmitt, Tel. 07156 / 17828-24, Mobil 0162 257 8504
Weitere Informationen: www.zirkus.peta.de

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