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Kritik von PETA: Bürgermeister Hirsch manipuliert Öffentlichkeit mit falschen Aussagen gegen ein kommunales Wildtierverbot in Landau

Stand: 1. Juni 2011

Landau / Gerlingen, 1. Juni 2011 – In der heutigen Ausgabe der Rheinpfalz hat sich Bürgermeister Hirsch (CDU) zu der Machbarkeit eines Wildtierverbots für Zirkusbetriebe auf städtischen Flächen in Landau geäußert. Demnach hätte die Stadt keine Zugriffs- und Prüfungsmöglichkeiten, wenn ein Zirkus auf private Flächen ausweichen würde. Hirsch begründet so seine ablehnende Haltung gegenüber einem Wildtierverbot auf städtischen Flächen. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. wirft Bürgermeister Hirsch nun gezielte Desinformation der Öffentlichkeit vor und forderte Oberbürgermeister Schlimmer in einem Brief auf, das Wildtierverbot für Zirkusse nun zur Chefsache zu erklären.

„Die Behauptungen von Bürgermeister Hirsch sind derart unwahr und absurd, dass wir beim besten Willen nicht mehr von grober Unkenntnis ausgehen können, sondern einen Vorsatz unterstellen müssen. Wir vermuten, dass rein wirtschaftliche Gründe hinter den Plänen von Herrn Hirsch stecken, dem Aufsichtsrat der Stadtholding nächste Woche die Ablehnung eines Wildtierverbots zu empfehlen. Natürlich hat das Veterinäramt das Recht und sogar die Pflicht, auch auf privaten Grundstücken Zirkusbetriebe mit Tieren zu kontrollieren“, so PETAs Kampagnenleiter und Wildtier-Experte Peter Höffken.
Der Vorschlag von Hirsch, statt einem Wildtierverbot zukünftig per Mietvertrag festzulegen, dass jedes Zirkusunternehmen das aktuelle Tierbestandsbuch vorzulegen habe, den Amtsveterinären jederzeit Zugang zu den Tieren zu gewähren sei und auf Verlangen alle Genehmigungen und Unterlagen ausgehändigt werden müssten, sei ebenfalls völlig absurd, da diese Maßnahmen und Kontrollen bereits seit vielen Jahren ohnehin seitens der Amtsveterinäre bei jedem Zirkusgastspiel durchgeführt werden müssen, egal ob auf städtischen oder privaten Flächen. Höffken: „Auch die Implementierung eines Wildtierverbots in Landau nach dem Vorbild von Heidelberg ist entgegen der Aussage von Hirsch kein Problem, da es dort seit 2004 erfolgreich umgesetzt wird. Auch in Städten wie Köln, Speyer, Potsdam, Worms, Stuttgart u.a. gibt es mittlerweile derartige Verbote und Beschränkungen auf städtischen Flächen.“

Interviewkontakt: Peter Höffken, Tel. 07156 / 17828-18, PeterH@peta.de
Weitere Informationen: http://www.peta.de/web/verbotwildtiereimz.2105.html
Druckfähige Fotos von Tieren im Zirkus: http://www.fotos.peta.de/categories.php?cat_id=33
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