Löwenjagd in Südafrika: Ein blutiger Schandfleck Deutschlands
PETA fordert ehrlichen Tier- und Artenschutz für Löwen
Stand: 11. Mai 2010
Gerlingen - Während aktuell die Jagd auf Löwen in Südafrika diskutiert wird, ist Deutschland aber auch gleichzeitig der drittgrößte Nutznießer und ein Förderer dieses tierquälerischen Blutrausches im diesjährigen Fußballweltmeisterschaftsland. Das Geschäft mit Löwen-Trophäen boomt nämlich. Jedes Jahr steigt der Export von Südafrika - zwischen 1977 und 2008 schickte das Land insgesamt 4.025 Trophäen in die ganze Welt. Drittgrößter Abnehmer mit 172 Trophäen ist Deutschland.
Gleichzeitig werden immer mehr Löwen nach Südafrika importiert – nicht zuletzt auch um immer mehr Jagden und den Bedarf an Löwen-Trophäen zu stillen.
Angesicht dieser erschreckenden Realität fordert PETA Deutschland e.V. die Bundesregierung heute zu einem sofortigen Trophäen-Import- und einen Exportstopp für lebende Löwen nach Südafrika auf.
„Es ist erschütternd und absurd zugleich. Während ganz Deutschland über das Schicksal von „deutschen“ Löwen in Südafrika diskutiert und mit dem Finger auf Südafrika zeigt, genehmigt im selben Moment das Bundesamt für Naturschutz in Bonn die Einfuhr von Löwen-Trophäen. Unter Umständen eben auch von Löwen, die aus Deutschland nach Südafrika exportiert wurden.“, so Dr. Edmund Haferbeck, Jagdexperte bei PETA Deutschland e.V. „Diese deutsche Doppelmoral muss sofort durch Import- und Exportstopps beendet werden.“
Ausführliche Zahlen finden Sie unter
http://www.peta.de/loewenjagdKontakt: Dr. Edmund Haferbeck, 07156/1782828