Die Modellergebnisse zeigen als Hauptfaktor die Abhängigkeit der Entwicklung der Emissionen von der Höhe der Tierbestände aus der Massentierhaltung. Eine Reduktion der Bestände in der Schweiz ist aus klimapolitischer Sicht aber nur dann sinnvoll, wenn auch der Fleischkonsum entsprechend abnimmt. Ändert sich am Konsumverhalten der Schweizerinnen und Schweizer nichts, würde das Fleisch aus dem Ausland importiert, was natürlich keine Option darstellt.
Die bedeutendste landwirtschaftliche THG-Emission ist der Methanausstoß, der stark von der Fütterung abhängt. Dies betrifft natürlich nicht nur den Fleischkonsum, sondern ebenso die Produktion von Käse und allen Milchprodukten der Massentierhaltung. Andere Maßnahmen zur THG-Reduktion würden zwar viel kosten, aber momentan wenig bringen.
Eine ab 2012 zusätzlich eingeführte landwirtschaftliche THG-Abgabe würde einen deutlichen Rückgang der Emissionen bewirken. Allerdings hätte die Abgabe trotz Rückerstattungsmechanismus an die Bevölkerung eine deutliche Nettobelastung für die Landwirtschaft zur Folge.
Viel einfacher wäre es doch, den Fleischkonsum ganz einzustellen. Millionenfaches Tierleid würde beendet, die Gesundheit der Menschen würde aufblühen, die Wirtschaft könnte sich auf die rein pflanzliche Landwirtschaft konzentrieren, die auch für die Bauern selbst eine große Zeitersparnis darstellt.