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Meerjungfrau stört Eröffnungszeremonie des Hamburger Fischmarkts

„Ja zur Hamburger Kultur, NEIN zur Fischtortur!“

Stand: 8. Juli 2010

Stuttgart / Gerlingen, 8. Juli 2010 – Die Eröffnungszeremonie des Hamburger Fischmarkts wurde heute von mehreren Aktivisten der Gerlinger Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. unterbrochen. Zuerst sprang eine als blaue Meerjungfrau kostümierte Tierschützerin, dann drei weitere nicht verkleidete Fischfreunde auf die Bühne. Sie hielten Plakate mit den Slogans „Hilf uns die Meeres zu retten – Go Veggie!“ und „Ja zur Hamburger Kultur, NEIN zur Fischtortur!“ und riefen dem überraschten Publikum „Fischen ist Mord!“ zu. Schon seit 2007 gelingt es PETA jedes Jahr, die Sicherheitskontrollen bei der Eröffnungszeremonie des Fischmarkts abzuschütteln. PETA fordert den Stuttgarter Bürgermeister auf, ab 2011 statt toter Fische lieber Hamburger Kultur nach Stuttgart zu bringen. Auf der Planie stellte PETA heute außerdem die weltgrößte Patchwork-Decke für Meerestiere aus (s. Foto). Passanten wurden von zwei „Meerjungfrauen“ dazu motiviert, auf eine vegane Ernährung umzusteigen. Grund des kontinuierlichen Protests von PETA: Aus den Tiefen des Meeres an die Oberfläche gezogen, erleiden Fische schreckliche Qualen. Durch die immense Druckabnahme zerreißt die Schwimmblase, die Augen quellen aus den Höhlen, der Magen quillt aus dem Mund. An Bord ersticken die Fische oder werden lebend aufgeschnitten und ausgenommen. PETA fordert auch alle Menschen, die die Meere vor Überfischung retten wollen, dazu auf, Fisch noch heute vom Speiseplan zu streichen. Tierfreundliche, rein pflanzliche „wie Fisch“-Rezepte gibt es auf www.goveggie.de!

„Fische sind stumm und haben keine Lobby“, so Meeresbiologin Dr. Tanja Breining von PETA. „Deshalb ist es wichtig, dass wir uns für sie einsetzen. Fische sind genauso empfindsame Tiere wie Hunde oder Katzen – sie können Schmerzen empfinden und Angst haben.“ Auch Wissenschaftler gestehen den schweigsamen Meerestieren erstaunliche Fähigkeiten zu: „In manchen Bereichen übertreffen ihre kognitiven Fähigkeiten die kognitiven Fähigkeiten von einigen nicht humanen Primaten“, sagen zum Beispiel die Wissenschaftler um Dr. Fritsche vom Max-Planck-Institut in Seewiesen.
Ausstellung der weltgrößten Patchwork-Decke für Meerestiere. Stuttgart, Planie, 8. Juli 2010 © PETA

Ausstellung der weltgrößten Patchwork-Decke für Meerestiere. Stuttgart, Planie, 8. Juli 2010 © PETA



Interviewkontakt: Meeresbiologin Dr. Tanja Breining, Tel. 07156/17828-30, TanjaB@peta.de
Druckfähige Fotos: www.fotos.peta.de
Weitere Informationen: http://www.fischen-tut-weh.de
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