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METRO Bremen wegen Tierquälerei angezeigt

Lebend gehaltene Hummer verhungern

Stand: 12. August 2009

Bremen, 12. August 2009 – Gegen den Handelskonzern METRO Bremen läuft seit heute eine Strafanzeige wegen Tierquälerei. Die Tierrechtsorganisation PETA beschuldigt den Konzern, in den METRO-Verkaufsräumen lebend gehaltene Hummer verhungern zu lassen. Die Hummer würden mit zusammengebundenen Scheren tage- bis wochenlang ohne Nahrung übereinandergestapelt in einem Becken gehalten. Nach Auffassung von PETA ist die Hummer-Hälterung bei METRO ein extremer Verstoß gegen das Tierschutzgesetz: Tiere müssen angemessen ernährt und verhaltensgerecht untergebracht werden, heißt es dort.

„Diese Vorschrift gilt für alle Tiere – auch für sogenannte Nutztiere“, bestätigt Meeresbiologin Dr. Tanja Breining von PETA. Die Hummer bei METRO Bremen hätten nach der Organisation zugespielten Informationen zum Teil wochenlang keine Nahrung erhalten, da ihre Exkremente das Becken verschmutzen könnten. Es sei sogar vorgekommen, dass die Tiere sich gegenseitig aufaßen – gemeinsam drehten die Hummer den Schwächsten der Gruppe auf den Rücken und aßen ihm die Beine ab. PETA fordert die Bremer Behörden auf, METRO Bremen ein Hälterungsverbot für Hummer aufzuerlegen. In Österreich hat der Verwaltungssenat bereits ein solches Verbot gegen METRO erlassen. Zahlreiche deutsche Restaurants haben Hummer aus Tierschutzgründen von der Speisekarte gestrichen, so zum Beispiel die Sterne- und Fernsehköchin Cornelia Poletto.


Interviewkontakt: Dr. Tanja Breining, Tel. 07156 / 17828-30
Foto: http://www.pixelio.de/details.php?image_id=278553
Weitere Informationen: www.Freiheit-fuer-Hummer.de

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