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Münchener Arzt erstattet Strafanzeige gegen Tierpark Hellabrunn wegen Tierquälerei

Menschenaffen stundenlang mit Partymusik beschallt

Stand: 12. Juli 2011

München / Gerlingen, 12. Juli 2011 – An den vergangenen Wochenenden wurden auf dem Gelände des Münchner Tierparks Hellabrunn in unmittelbarer Nähe zu den Affengehegen Partys bis spät in die Nacht gefeiert, deren Lautstärkepegel und Dauer eine Qual für die Menschenaffen darstellte. In drei Partynächten musste die die Polizei insgesamt fünf Mal anrücken, um die Dauerbeschallung, u.a. mit Technomusik, zu beenden. Ein Münchener Arzt fürchtet im Hinblick auf die noch angekündigten Feiern mit Live- Musik am Jubiläumswochenende Gesundheitsschäden für die sensiblen Gorillas, Schimpansen und Orang Utans und stellte am letzten Samstag Strafanzeige gegen die Zoo-Verantwortlichen (AZ: BY 8523-010623-11/4). PETA Deutschland e.V. fordert jetzt ein sofortiges Partyverbot im Tierpark Hellabrunn und wendet sich in einem Schreiben an Oberbürgermeister Ude, um die für übernächstes Wochenende geplante Jubiläumsfeier aus Tierschutzgründen außerhalb des Zoos zu verlegen.

„Party und Entertainment steht beim Tierpark Hellabrunn an erster Stelle. Die Tiere werden zur exotischen Kulisse herabdegradiert, vor der es sich schick feiern lässt. Diesmal aber ist der Tierpark zu weit gegangen, die Anzeige wegen Tierquälerei ist überaus berechtigt. Die mehrtägige Jubiläumsfeier darf keinesfalls in der Nähe zu den Tiergehegen stattfinden. Das Wohlergehen der Tiere spielt für Zoodirektor Knieriem jedoch keine Rolle, solange der Rubel rollt“, so PETAs Zoo-Experte Bernd Hoffmann.

Von der dröhnenden Live- und Technomusik waren selbst die Zoo-Anwohner in einigen Hundert Metern Entfernung derart genervt, dass auch Strafanzeige wegen Ruhestörung gegen den Tierpark gestellt wurde. PETA kritisiert die rein kommerzielle Ausrichtung vieler zoologischer Einrichtungen, bei der der Spaßfaktor für die Besucher in den Vordergrund gestellt wird. Besucherattraktionen wie beispielsweise niedliche Jungtiere würden „wie am Fließband“ gezüchtet, während ältere Tiere über dubiose Tierhändler einer schicksalhaften Zukunft entgegensehen müssen.

Interviewkontakt: Bernd Hoffmann, Tel. 07156 / 17828-18, BerndH@peta.de
Mehr Informationen: www.peta.de/zoo
Druckfähige Fotos von Tieren im Zoo: www.fotos.peta.de
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