Brutal und unerträglich: Aktuelles Videomaterial von dänischen Nerzfarmen
Bitte unterstützen Sie unseren Kampf gegen die Pelzindustrie Das relativ kleine Land Dänemark ist der weltweit größte „Produzent“ von Nerzpelzen, noch vor China (1). Etwa 15 Millionen Nerze werden jedes Jahr in Dänemark auf mehreren tausend Pelzfarmen des Landes in winzige Käfige gesperrt, wo sie für das Tierqualprodukt Pelz ein kurzes Leben unter unerträglichen Bedingungen führen müssen. Ein bedeutender Anteil der dänischen Pelzproduktion findet sich in Deutschlands Boutiquen und Versandhäusern wieder. Jetzt zeigt ein neues Undercover-Video von Dänemarks Nerzfarmen einmal mehr das wahre Gesicht der skrupellosen Pelzindustrie. Es zeigt, wie die sensiblen Nerze sich selbst und ihre Artgenossen annagen, weil sie die tierquälerische Gefangenschaft nicht ertragen. Viele Nerze weisen schwere Verletzungen auf.
Dänemark soll Pelzfarmen verbieten!
Dänemark hat vor kurzem die EU-Ratspräsidentschaft übernommen. Die Dänen müssen jetzt dem restlichen Europa beweisen, dass sie die Steinzeit hinter sich lassen können und zu einem gesellschaftlichen Wandel fähig sind. In Großbritannien und Österreich sind Pelzfarmen bereits verboten. Bitte fordern Sie die dänische Ministerpräsidentin und Vorsitzende des EU-Rats Helle Thorning-Schmidt sowie weitere dänische Politiker auf, jetzt die Pelzfarmen in Dänemark abzuschaffen.
Betreff: Bitte verbieten Sie Pelzfarmen in Dänemark
Sehr geehrte ...,
mit meinem Schreiben möchte ich Dänemark als Land, das derzeit den EU-Ratsvorsitz innehat, auffordern, innerhalb der EU mit gutem Beispiel voranzugehen und Pelzfarmen in Dänemark zu verbieten. Sicher ist Ihnen bekannt, dass andere europäische Länder, wie Österreich, Kroatien und England, Pelzfarmen bereits als zu grausam eingeschätzt und deshalb verboten haben. Ihre skandinavischen Nachbarn Schweden und Norwegen haben ähnliche Pläne. Neueste Ermittlungen auf dänischen Pelzfarmen haben gezeigt, unter welch schrecklichen Bedingungen die Tiere leben müssen. Ermittler fanden Nerze mit offenen Wunden, die sie sich wegen der unerträglichen Bedingungen selbst und ihren Artgenossen zugefügt haben.
Bitte nehmen Sie sich einige Minuten Zeit und sehen Sie sich das Video auf www.peta.de/nerzfarm an, welches während der Ermittlungen gemacht wurde.
Dänemark nennt als eigene Prioritäten während der EU-Ratspräsidentschaft, ein „verantwortungsbewussteres Europa“ und ein „grünes Europa“ zu schaffen(1). Aber Tiere ihres Felles wegen zu töten hat mit Verantwortungsbewusstsein und „grünem“ Verhalten nichts zu tun!
Bitte nutzen Sie diese einmalige Gelegenheit und gehen Sie mit gutem Beispiel für die EU voran – verhindern Sie, dass auch weiterhin Millionen von Tieren Jahr für Jahr ihrer Felle wegen in Dänemark getötet werden!
Bitte werden Sie aktiv! Die „Produktion“ von Pelz ist eines der größten Verbrechen an den Tieren. 84 % der Bevölkerung in Deutschland lehnt Pelz bereits entschieden ab (2). Die übrigen Menschen müssen auch davon überzeugt werden und das Tragen von Pelz und Pelzapplikationen muss wieder gesellschaftlich geächtet und verpönt sein. Gehen Sie daher bitte aktiv auf die kleine Minderheit von Menschen zu, die immer noch Pelz bzw. Pelzapplikationen tragen, und sprechen Sie sie auf die Grausamkeiten an, die untrennbar mit dem Kleidungsstück verbunden sind. Die Pelzträger werden irgendwann keine Lust mehr auf das Tragen dieses Tierqualprodukts haben, wenn sie sich dauernd dafür rechtfertigen müssen. Seien Sie dabei höflich und versuchen Sie, eine sachliche Diskussion zu führen. Sprechen Sie ebenso Verkäufer und Geschäftsführer von Unternehmen an, die weiterhin Pelzprodukte verkaufen. Wie man echten von falschem Pelz unterscheiden kann sowie weitere Möglichkeiten, was Sie gegen die Tierquälerei im Namen der Mode unternehmen können, finden Sie hier.
Nerz mit tiefer, offener Wunde
Nerzfarmen sind die Hölle auf Erden Nerze werden gewöhnlich in Käfigen gehalten, die nur 90 x 30 x 40 cm groß sind, wobei sich wiederum bis zu vier Jungtiere einen Käfig teilen müssen. Diese extreme Beengtheit bedeutet für Nerze größten Stress, da sie in der Natur Einzelgänger sind. Viele Nerze auf Pelzfarmen zeigen daher selbstverstümmelnde Verhaltensweisen und stereotypes Verhalten wie ständiges Im-Kreis-Drehen oder Auf-und-Ab-Wippen. Die Käfige auf den Pelzfarmen befinden sich normalerweise in offenen Schuppen, die wenig Schutz vor Wind, Kälte und Hitze bieten. Nerze und Füchse werden mit einem Brei aus Fleisch- und Fischnebenprodukten gefüttert, die oftmals so minderwertig sind, dass sie sogar für die Tierfutterindustrie nicht mehr verwendet werden. Der Brei wird üblicherweise oben auf den Käfig aufgebracht, die Exkremente fallen unten durch. Das führt insbesondere bei warmen Temperaturen zu absolut unhygienischen Verhältnissen und zu einem kaum auszuhaltenden Gestank, der für die Nerze mit ihrem sensiblen Geruchssinn besonders qualvoll ist.
Nerze in freier Natur Nerze sind keine domestizierten Tiere. In freier Natur benötigt jeder Nerz ein mindestens 100-400 Hektar großes Revier, wo er oder sie sich in selbstgegrabenen Erdbauten oder unter Wurzeln verbergen kann3. Nerze sind semiaquatische Tiere und lieben Wasser. Sie wählen ihren Lebensraum immer in der Nähe von Flüssen oder Seen, wobei sie 60-70 % ihrer Zeit im Wasser verbringen. Die scheuen und sensiblen Einzelgänger können in Freiheit bis zu 10 Jahre alt werden, während ihr qualvolles Leben auf einer Pelzfarm nur ca. sechs Monate andauert.
Grausamer Tod nach qualvollem Leben Da den Betreibern von Pelzfarmen nur daran gelegen ist, den Pelz in seiner Qualität zu erhalten, verwenden sie Tötungsmethoden, die zwar die Haut schonen, jedoch ganz erhebliches Leiden der Tiere zur Folge haben. Nerze werden oft zu Dutzenden in eine Tötungskiste gepfercht (3), in der sie durch teils heiße, vielfach ungefilterte Auspuffabgase vergast werden. Nicht selten sind die Tiere aber nur betäubt, so dass ihnen ihre Haut unter unvorstellbaren Schmerzen bei lebendigem Leib vom Körper gezogen wird.
Quellen: (1) Fur Commission USA, http://www.furcommission.com/world-mink-output-climbs-for-second-straight-year/ Letzter Zugriff 20.01.2012 (2) Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung, in TextilWirtschaft Nr. 44 v.01.11.2007 (3) Hagn, A.K. (2009): Ethologische Untersuchungen zur Nutzung von offenen Wassersystemen bei Nerzen (Neovison vison)