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Neue PETA-Recherche zur Eisbärenhaltung

Verhaltensstörungen sind in deutschen Zoos an der Tagesordnung

Stand: 9. September 2009

Gerlingen, 9. September 2009 – Heute veröffentlicht die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. neue Rechercheergebnisse über die Haltungsbedingungen von Eisbären in deutscher Gefangenschaft. Die Tierrechtsorganisation besuchte 2008 alle 12 deutschen Zoos mit Eisbären, zählte die Individuen, maß die Gehege aus und zeichnete das Verhalten der Eisbären auf Video. Nach Auswertung der Recherche erneuern die Tierrechtler heute ihre Forderung nach einem generellen Zuchtstopp und einem Auslaufen der Eisbärenhaltung in Deutschland.

„Es ist einfach erschreckend: 34 deutsche Eisbären müssen sich eine Landfläche von nur ca. 9.500 m2 teilen. Das entspricht genau dem Durchmesser des Platzes auf dem die Siegessäule in Berlin steht“, berechnet Zooexperte Frank Albrecht von PETA. In Freiheit durchstreifen Eisbären Gebiete, die 1 Millionen Mal größer sind. Von den 34 deutschen Eisbären, so dokumentieren die Tierrechtler, zeigten bei ihren Besuchen 24 Tiere so genannte Kopf-, Lauf- und Schwimmstereotypien. Zudem ergab PETAs Analyse, dass Eisbären auf großen, naturnahen oder besser strukturierten Außenanlagen genauso viele Verhaltensstörungen aufweisen, wie Eisbären auf viel kleineren Anlagen. „Damit wird deutlich, dass keine noch so große Anlage den Wander-Ansprüchen der Eisbären genügen kann“, folgert Albrecht. „Jeder Euro in noch größere Anlagen ist daher eine Verschwendung: Die Eisbärzucht muss sofort gestoppt werden und jegliche Haltungen schnellstmöglich auslaufen.“

Interviewkontakt: Frank Albrecht, Tel. 07156 / 17828-35
Weitere Informationen: http://www.peta.de/web/eisbaeren-recherche.2597.html
Druckfähiges Foto: http://www.fotos.peta.de/details.php?image_id=839

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