Stand: 5. März 2010
Gerlingen, 5. März 2010 – Sechs deutsche Firmen haben 2009 mit über 50.000 exotischen Tieren eines tierquälerischen US-Großhändlers gehandelt, wie die Tierrechtsorganisation PETA heute mitteilt. Die größten Abnehmer – das „Tropenparadies“ aus Oberhausen, die „Exo-terra GmbH“ aus Holzheim und „Walter Bohrmann“ aus Lautersheim – importierten von dem texanischen Großhändler „U. S. Global Exotics“ (USGE) unter anderem Skorpione, Schlangen, Eichhörnchen und Wasserschildkröten. USGE geriet 2009 durch massive Tierquälereien in die Schlagzeilen: Eine monatelange Undercover-Recherche der Organisation PETA USA enthüllte, dass zehntausende exotische Tiere schrecklich in überfüllten und dreckigen Behältnissen litten. Dutzende Frösche in einer schmutzigen Getränkeflasche, verwesende Leguane zwischen lebenden Tieren, sterbende Eichhörnchen im Tiefkühlfach. Wochenlang wurden Tiere nicht mit Wasser und Nahrung versorgt, kranke Tiere nicht medizinisch behandelt. Ein Gericht hat inzwischen über 26.000 Tiere aus den Geschäftsgebäuden von USGE beschlagnahmt und in Tierheimen und Gnadenhöfen untergebracht.