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Offener Brief an OB Trümper enthüllt pikante Details aus OLG-Urteil

PETA fordert Entlassung von Tiger-Killer Perret

Stand: 27. Juli 2011

Magdeburg / Gerlingen, 27. Juli 2011 – Nach Strafanzeige von der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. gegen den Magdeburger Zoodirektor Dr. Kai Perret und beteiligte Mitarbeiter wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz hat das OLG Naumburg im Juli 2011 eine Revision gegen die Urteile des Amts- und des Landgerichts Magdeburg abgelehnt. Zoodirektor Kai Perret und drei weitere Mitarbeiter hatten drei Tigerbabys getötet, nur weil sie nicht „reinrassig“ waren. Aus der Urteilsbegründung wurden jetzt pikante Einzelheiten bekannt, die PETA zufolge sofortige personelle Konsequenzen erfordern. In einem offenen Brief an Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper sowie Bürgermeister Dr. Rüdiger Koch legt PETA das skandalöse Verhalten von Perret und seinen Mittätern offen und fordert deren Entlassung.

„Perret wurde vom OLG Naumburg regelrecht abgestraft. Es wäre schier unglaublich und schädlich für Magdeburg, wenn sich diese lebensverachtenden, mit krimineller Energie handelnden Personen weiterhin als Zoo-Verantwortliche betätigen dürften – in öffentlich-rechtlichen Arbeitsverhältnissen“, macht PETAs wissenschaftlicher Berater Dr. Edmund Haferbeck deutlich. Perrets Aussage in Bezug auf die monetären Zwänge bei der Unterbringung der Tigerbabys, „dass das Töten von Tieren nichts Negatives sei“, lasse die Kaltblütigkeit und Gewissenlosigkeit erkennen, mit der er als Zoodirektor über das Schicksal von Hunderten von fühlenden und leidensfähigen Mitgeschöpfen entscheidet. Laut Urteilsbegründung hat sich Perret bei den Tigertötungen zudem über die geäußerten Bedenken von anderen Zoo-Mitarbeitern hinweggesetzt. Außerdem wurde die Verantwortung für die illegalen Tötungen absichtlich auf mehrere Schultern verteilt. „Wohl in der Hoffnung, als Gruppe damit durchzukommen“, so Dr. Haferbeck. „Das Gerichtsurteil macht deutlich: Das Lebensrecht der Tigerbabys hätte nicht ‚auch nur ansatzweise‘ in Frage gestellt werden dürfen.“
Das Argument der Arterhaltung ist laut PETA vorgeschobene Augenwischerei. Tiger würden ausschließlich für die Unterhaltung der Menschen bzw. aus kommerziellen Gründen nachgezüchtet. Kein einziger Tiger aus Zoo oder Zirkus werde jemals aus seinem Gefängnis herauskommen und die Freiheit erleben. Großkatzen, die in Gefangenschaft leben, können nicht wieder an ein Leben in freier Natur angepasst werden. Zuletzt hagelte es im Februar 2011 breite Kritik an Perret, als dieser Pläne vorstellte, wilde Elefanten aus dem südlichen Afrika einfangen zu lassen, um sie in seinem Zoo auszustellen. Angesichts dutzender geschundener und kranker Elefanten in Deutschlands Wanderzirkussen forderte PETA den Zoo Magdeburg auf, statt der Wildfänge lieber Tiere aus dem Zirkus-Umfeld aufzunehmen.

Interviewkontakt: Dr. Edmund Haferbeck, Tel. 0171 / 4317387, EdmundH@peta.de
Aktenzeichen: 2 Ss 82/11 OLG Naumburg und 26 Ns 120/10 LG Magdeburg
Druckfähige Fotos von Tieren im Zoo: www.fotos.peta.de

Den offenen Brief finden Sie hier zum Download!
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