Stand: 23. Mai 2011
Anlässlich der IMEX-Messe, bei der auch die australische Behörde „Tourism Australia“ vertreten ist, protestiert die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. gegen die grausame Verstümmelung australischer Lämmer für Wolle. Fast nackt, mit einem Protest-Plakat bekleidet, zeigen die Aktivistinnen den Passanten und Messebesuchern „Die nackte Wahrheit über Wolle“ (s. Foto). Mit dabei: Nina Christmann, Freundin von Fußballspieler Patrick Ochs. Denn was viele Touristen nicht wissen: In Australien werden rund 100 Millionen Merino-Schafe für die Produktion von Wolle gehalten. Um den Fliegenbefall in der Afterregion zu verhindern, schneiden die Farmer den Tieren große Haut- und Fleischlappen vom Hinterteil ab – gänzlich ohne Schmerz- oder Betäubungsmittel. Australien ist das einzige Land weltweit, in dem diese barbarische Tierquälerei ausgeführt wird. „Die australischen Schäfer haben das Blut unzähliger Schafe an ihren Händen“, sagt Kampagnenleiterin Anja Hägele von PETA. „Wir fordern die australischen Wollproduzenten hier und heute auf, das Mulesing umgehend zu beenden!“ PETA appelliert auch an das australische Konsulat in Frankfurt, sich gegen Mulesing auszusprechen. PETA hat bereits dutzende Designer und Modeketten überzeugt, keine Wolle von misshandelten Schafen zu verkaufen, so z. B. H&M, Adidas, Gap Inc. und Timberland.