PETA-„Spermium“ informiert über Unfruchtbarkeit
Montag, 22. Februar 2010 – „Fish International“-Messe in Bremen
Stand: 19. Februar 2010
Ein Aktivist im Spermium-Kostüm, der einen leeren Kinderwagen schiebt, informiert am Montag in Bremen über die fatalen Folgen des Fischkonsums. Die Aktion steht unter dem Motto „Unfruchtbar? Könnte am Fisch liegen!“. Denn laut wissenschaftlicher Studien können die im Fisch enthaltenen Polychlorierten Biphenyle (PCB) die Spermienqualität und -quantität stark beeinträchtigen. PETA Deutschland e. V. plant eine Deutschlandtour zu diesem Thema, um Paare mit Kinderwunsch aufzuklären. Die Tour beginnt in Bremen anlässlich der „Fish International“-Messe, da laut der Tierrechtsorganisation die möglichen Vergiftungen von Konsumenten (durch PCB, Quecksilber, Blei etc. im Fisch) verschwiegen werden. Passanten erhalten Informationsflugblätter, in denen sie aufgeklärt werden. PETA war auch in den vergangenen Jahren auf der „Fish International“, 2008 als Meerjungfrau und 2006 als Teufel kostümiert. Weitere Informationen:
www.peta.de/fischmachtunfruchtbar.
Wann & Wo?
Montag, 22. Februar 2010, 10.40-12 Uhr / vor Halle 7, Messe Bremen
Kontakt:
Kampagnenleiterin Dr. Tanja Breining, Tel. 07156 / 17828-30
Montag vor Ort: Stefan Klippstein, Mobil 0176 / 37712640
Weitere Informationen„Wer sich Kinder wünscht, sollte Fisch schleunigst vom Teller verbannen!“, warnt Dr. Tanja Breining von PETA. Die Meeresbiologin verweist auf die Studie „Xenoesterogens and male infertility: myth or reality?“ (2000) der Wissenschaftler Rozati u. a. Demnach sind polychlorierte Biphenyle (PCB) im Fisch eine potenzielle Gefahr, die zum Rückgang männlicher Fruchtbarkeit führen kann. Die Biologen untersuchten bei 53 Männern die Beziehung zwischen PCB-Konzentration und Spermienqualität. Das Ergebnis: PCB wurde nur im Samenplasma unfruchtbarer Männer gefunden. Die höchsten durchschnittlichen PCB-Konzentrationen wurden bei fischessenden Stadtbewohnern nachgewiesen, gefolgt von fischessenden Landbewohnern. PCB kann hormonell wirken und zu Unfruchtbarkeit bei Männern und männlichen Tieren führen. PCB kann aber laut Schadstoffberatung Tübingen (www.schadstoffberatung.de) auch zu Kopfschmerzen, Sehstörungen, Haarausfall, Schwächung des Immunsystems, Verhaltensänderungen, Wachstumsverzögerungen bei Kindern, Bildung von Lungenödemen, Schädigungen der Leberfunktionen, Lidödemen, Überpigmentierung, chronischer Bronchitis und erhöhter Krebsrate führen.
Auch aus diesem Grund empfiehlt PETA eine rein pflanzliche Ernährung. Auf den Geschmack von Fisch muss heutzutage niemand mehr verzichten, denn im Supermarkt sind zahlreiche pflanzliche „Visch“-Produkte erhältlich, z. B. „Käptn‘ Tofus Knusperstäbchen“ von Viana, „Fish Sticks“ von Plural oder veganes Sushi. Weitere „Visch-Produkte“ und Rezepte gibt es auf www.goveggie.de und auf www.Fischen-tut-weh.de.