PETA erstattet Anzeige gegen Münchner Katzenmörder
Stand: 30. Dezember 2010
Gerlingen / München, 30. Dezember 2010 – Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. erstattet nun ebenfalls Anzeige gegen den Rentner Ernst K. (73), der Berichten zufolge am Heiligabend auf seinem Grundstück in Moosach einen Kater auf grausame Weise zu Tode quälte. Presseberichten nach sperrte er das Tier in eine Marderfalle und richtete immer wieder einen starken Wasserstrahl darauf, bis Nachbarn die Polizei riefen. Nur zögerlich brachte er den Beamten das Tier, welches der Rentner – mehr tot als lebendig – in einen Müllsack gesteckt hatte. Aufgrund dieser skrupellosen Grausamkeit erstattet nun auch PETA, neben der Staatsanwaltschaft und dem Katzenbesitzer, Anzeige gegen Ernst K. und fordert eine harte Strafe.
„Ständig liegen Fälle verschwundener Katzen vor“, berichtet Kampagnenleiterin Nadja Kutscher von PETA Deutschland e.V. „Nur sehr selten werden die Tiere wieder aufgefunden. Auch in der Gegend um Ernst K.s Haus sind Berichten zufolge in den letzten Jahren auffallend viele Katzen verschwunden; wer weiß, wie viele Tiere er noch auf dem Gewissen hat.“ Katzen gehören zu den am häufigsten missbrauchten „Heimtieren“, weiß PETA. Die Tiere werden angeschossen, in Fallen gefangen oder mutwillig gequält. „Wenn schon einmal ein solcher Täter gestellt werden kann, dann muss die Justiz mit einer entsprechenden Strafe auch ein Zeichen setzen“, fordert Kutscher. Laut PETA sollte die Strafe bei mindestens 1 Jahr Freiheitsstrafe ohne Bewährung, eine Geldauflage zugunsten eines örtlichen Tierschutzvereins und der Verhängung eines lebenslangen Tierhalteverbotes liegen. Die Höchststrafe für Tierschutzdelikte liegt bei 3 Jahren Freiheitsstrafe, eine Strafandrohung, die bislang nie verhängt wurde.