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PETA erstattet Strafanzeige gegen Fischmanufaktur

Deutsche Post AG stellt Lebendhummertransport bei Lachs-direkt in Bremerhaven ein

Stand: 22. September 2006

Kontakt: Dr. Tanja Breining, Tel. +49 (0)7156-17828-30


Bremerhaven - Die internationale Tierrechtsorganisation PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) hatte Anfang September Strafanzeige gegen die Geschäftsführer Klaus und Ines Rode der Firma Lachs-direkt Fischmanufaktur, Versandhändler für „Meeresspezialitäten“ erstattet, da diese von Bremerhaven „frische, lebende Hummer“ bundesweit in Privathaushalte verschickte (AZ: 961Js-4690906).
Dabei ist laut der Broschüre ‚Amtstierärztlicher Dienst und Lebensmittelkontrolle’ „eine Haltung länger als 48 Stunden außerhalb von Salzwasser als ein Verstoß gegen §2 TschG anzusehen.“ Weiter verstößt der Versand lebender Hummer gegen §18 TschG, sowie gegen §33 TierSchTrV.

In der Strafanzeige schreibt PETA: „Was die Dauer des Transports der lebenden Hummer betrifft, so kann die Firma Lachs-direkt nicht davon ausgehen, dass der Transport die 48 Stunden nicht überschreitet. Eine Verzögerung bei einer Paketsendung ist jederzeit möglich. Hinzu kommt, dass die Tiere bereits beim Verpacken aus dem Salzwasser geholt werden (falls sie überhaupt in Salzwasser gehalten werden) und bei Ankunft beim Kunden sicher auch nicht gleich ausgepackt werden, da dieser vielleicht abwesend ist und selbst wenn er zuhause ist, sicher kein Salzwasserbecken zur Verfügung steht, so dass davon auszugehen ist, dass in ca. 90% der Fälle die 48 h überschritten werden.“
Den Tieren werden vermeidbare Leiden zugefügt, sie sind starkem Stress, Dehydrierung und Temperaturschwankungen ausgesetzt. Auch lebensmittelrechtliche Gründe (beim Einschlagen in feuchtes Zeitungspapier kann der Übergang von Druckfarbe auf den Hummer nicht ausgeschlossen werden) wurden angegeben.

Seinerseits informierte der engagierte PETA-Aktivist Stefan Klippstein die Deutsche Post bzw. DHL über die tierquälerischen Hintergründe des Lebendtransports von Hummer. Die Reaktion erfolgte sehr schnell: „…. Hinweise wie der Ihrige helfen uns ganz eindeutig dabei, Sendungen zu ermitteln die ggf. nicht im Einklang mit den entsprechenden Beförderungsvorschriften stehen“, so die Deutsche Post AG / DHL Express in Bonn, die daraufhin selbst mit dem Versandhändler Kontakt aufnahm.
Laut Aussage der Post AG hat Lachs-direkt im Zuge des Gesprächs die Einstellung des Versandes lebender Hummer zugesagt. Eine schriftliche Bestätigung steht noch aus.

PETA wird nun ein bundesweites Transportverbot von Hummer fordern, die meist aus Kanada nach Frankfurt importiert und von hier aus in Styroporkisten, nur mit feuchtem Zeitungspapier bedeckt, zu den verschiedenen Großhändlern im deutschen Raum transportiert werden, denn auch hier sind die Tiere zweifellos länger als 48 Stunden unterwegs und starken Temperaturschwankungen unterworfen.

Die Tierrechtsorganisation bedankt sich bei der Deutschen Post AG, die sich ganz offensichtlich von grausamen Tiertransporten distanziert.

Weitere Informationen finden Sie auf www.freiheit-fuer-hummer.de
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