PETA fordert Sichtschutz vor Fleisch in Supermärkten
Anblick von Fleisch-Leichenteilen fügt sensiblen Menschen erheblichen Schaden zu
Stand: 10. Mai 2007
Kontakt: Dr. Tanja Breining +49(0)7156/1782830
Gerlingen – Die internationale Tierrechtsorganisation PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) hat bundesweit Supermarktketten angeschrieben und diese gebeten, vor blutigen Leichenteilen in der Fleisch- und Fischtheke sowie in der Fleisch-Tiefkühlkostabteilung einen Sichtschutz zu errichten.
Dieser Sichtschutz soll Kinder, Jugendliche unter 18 Jahren, sowie Vegetarier vor dem Anblick von Tierleichen und Blut schützen, vor Bildern und Tathergängen, die mit Gewalt verbunden sind.
Jedes Jahr werden alleine in Deutschland ca. 570 Millionen Tiere ihres Fleisches wegen umgebracht, am Fließband kopfüber an Haken aufgehängt, mit Bolzenschuss oder Gas getötet; teilweise verbluten diese Tiere bei unvollständiger Betäubung, wenn die Arbeiter im Akkord arbeiten, bereits bei der Zucht und beim Transport werden sie gequält und misshandelt. Ihr Leben und Tod ist eine einzige Tortur und ihre Leichenteile werden dann in Cellophan verpackt im Supermarkt ausgestellt. Hinzu kommen über 100 Millionen Tonnen Fisch, die grausam ersticken oder lebend ausgenommen werden.
„Diese Misshandlung von Tieren ist Gewalt und wir möchten Kinder und Kunden vor dieser Gewalt schützen“, so Dr. Tanja Breining von PETA.
Fleischprodukte müssen in einen abgelegenen Teil des Supermarktes verlegt werden, weit weg von bunten und gesunden Lebensmitteln wie Obst und Gemüse“.
Nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch mitfühlende Erwachsene, die darauf verzichten Fleisch zu essen, sind oft sehr betroffen wenn sie in Supermärkten an der Fleisch- oder Fischtheke vorbeilaufen. Dort werden sie z. B. mit dem Anblick eines gehäuteten Hasen konfrontiert, ein Tier, das bei so manchem Kunden zu Hause im Garten herumhüpft. Auch vor Schweineköpfen, Spanferkel, Rinderohren, Schnecken, geköpften Vögeln, Schweinefüßen, Garnelen, Hummer und Fischen, die mit traurigen, starren Augen und geöffnetem Mund an die Decke starren, werden die Kunden nicht verschont. „Viele Eltern mussten hier schon neugierige, unangenehme Fragen beantworten und sogar lügen, wenn sie ihre Kinder vor der Wahrheit über die vorausgegangene Gewalt des Schlachtens schützen möchten. Selbst dem Geruch von Blut und Tod kann der Kunde nur schwer entkommen“, so PETA.
Wenn Nichtraucher in Supermärkten vor Zigarettenrauch geschützt werden, müssen Kinder, Jugendliche, sowie Vegetarier auch vor dem Anblick und dem Geruch von Leichenteilen geschützt werden.
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