PETA fordert WWF auf, blutiges Geld an Unilever zurückzugeben
WWF finanziert „Fisch-Artenschutz“ durch das Töten von Fischen
Stand: 26. Juni 2007
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Frankfurt / Gerlingen – Die internationale Tierrechtsorganisation PETA hat in einem Brief den Manager von WWF Deutschland, Eberhard Brandes, aufgefordert „die 225.000 Euro sofort zurückzugeben die WWF Deutschland letzte Woche von Unilever übergeben wurden, gesammelt durch den Verkauf von Fischstäbchen. Es ist sehr widersprüchlich, dass der WWF Geld akzeptiert das durch das Töten von Fischen gewonnen wurde, um andere Fische zu retten“, so Bruce Friedrich, Vize Präsident von PETA.
Nach Angaben des WWF überreichte der Geschäftsführer von Iglo Deutschland, Udo Perenz, dem WWF-Geschäftsführer Eberhard Brandes am 21. Juni in Hamburg einen Scheck in Höhe von 224.834,56 Euro. Für jede verkaufte Packung Iglo-Fischstäbchen zwischen Oktober 2006 und April 2007 ging ein Cent an den WWF für dessen Projekt für bestandserhaltende Fischerei im Atlantik.
Die Tierrechtsorganisation PETA kann diesen Deal nicht nachvollziehen. „Der Verkauf von Fischstäbchen für die Erhaltung der Fischbestände ist ebenso widersprüchlich wie der Verkauf von Pudel-Burgern um Geld für ein Hunde-Tierheim zu sammeln“, so Friedrich.
Fische sind lebende, atmende Tiere, die ebenso wie Hunde und Katzen Schmerz empfinden können und nicht nur eine „natürliche Ressource“ wie Öl oder Gas. In der neuen Ausgabe von Fish and Fisheries werden mehr als 500 wissenschaftliche Publikationen zitiert, die darüber berichten, dass Fische ein Langzeitgedächtnis, ein komplexes Sozialverhalten und Lernkapazitäten aufweisen und die Fähigkeit besitzen Werkzeuge zu benutzen. „In manchen Bereichen übertreffen ihre kognitiven Fähigkeiten die kognitiven Fähigkeiten von Hunden und einigen nicht humanen Primaten“, so der Wissenschaftler Dr. Culum Brown, letzte Woche in „The Guardian“.
PETA weist darauf hin, dass die Art und Weise mit der sowohl industriell gefangene Fische als auch Fische aus der Aquakultur behandelt werden, eine Anzeige wegen Tiermisshandlung nach sich ziehen würde, würde es sich hier um Hunde oder Katzen handeln.
Aus den Tiefen des Meeres an die Oberfläche gezogen, zerreißt durch die immense Druckabnahme die Schwimmblase der Fische, die Augen quellen aus den Augenhöhlen, die Speiseröhre und der Magen quellen aus dem Mund.
Fische die auf Fischfarmen gezüchtet werden sind so eng zusammengepfercht dass man ihnen Medikamente verabreichen muss, damit sie bei diesen Haltungsbedingungen überhaupt überleben. Und in der Schlachtabteilung werden sie mit Knüppeln oder Stöcken erschlagen, lebend auf Eis gepackt oder man schneidet ihnen bei vollem Bewusstsein die Kiemen und die Bäuche auf.
PETA fordert Eberhard Brandes auf: „Bitte geben Sie Unilever sofort dieses blutige Geld zurück und nehmen Sie in Zukunft den Grundsatz in die Statuten auf, nur noch Geld anzunehmen, das nicht durch Tierleid gewonnen wurde.“
Weitere Informationen finden Sie auf
www.fischen-tut-weh.de