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PETA kritisiert Bremerhavener Stadtverordnetenversammlung und deren Ablehnung zum Wildtierverbot

„Chance für Tierschutz auf kommunaler Ebene verpasst!“

Stand: 7. September 2010

Bremerhaven / Gerlingen, 7. September 2010 – Anfang September lehnte die Stadtverordnetenversammlung Bremerhaven in öffentlicher Sitzung den Antrag „Kein Applaus für Tierquälerei“ mit Stimmenmehrheit ab. Gegen den Antrag votierten geschlossen die Fraktionen von SPD, CDU, FDP, B90/Die Grünen sowie die Gruppe Linkspartei. Die parteiisch unabhängige Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. (People for the Ethical Treatment of Animals) kritisiert die Ablehnung. Damit hätten die ablehnenden Parteien dem Tierschutz keinen Dienst erwiesen. Als positives Beispiel führt PETA die Freie Hansestadt Bremen an. Diese hat in einem Schreiben an PETA im September 2009 bestätigt, dass die artgerechte Haltung von Wildtieren unter Zirkusbedingungen schwierig zu realisieren sei. Aus diesem Grund habe Bremen deshalb der Bundesratsentschließung von 2003 zugestimmt. Der Bundesrat hatte seinerzeit ein Verbot von bestimmten Wildtierarten im Zirkus gefordert (Entschließung des Bundesrats), welches die Bundesregierung bis heute nicht umgesetzt hat.

„Ob Köln, Kassel oder Heidelberg: Immer mehr Städte setzen den Tierschutz auf kommunaler Ebene um, indem sie einem Wildtierzirkus das Gastieren auf städtischen Flächen versagen. Die Bremerhavener Politiker dagegen pinkeln Elefanten, Bären, Tigern & Co lieber ans Bein, anstatt eine tierfreundliche Entscheidung zu treffen“, kritisiert Carola Schmitt, Leiterin der PETA-Kampagne „Wildtiere raus aus dem Zirkus“. „Zur gleichen Zeit hat die Stadt Speyer ein kommunales Wildtierhaltungsverbot auf städtischen Flächen beschlossen.“ Viele Städte übernehmen Verantwortung für die leidenden Tiere und verbieten das Gastieren von Wildtierzirkussen auf ihren Flächen (zur Liste der Städte: http://www.peta.de/web/verbotwildtiereimz.2105.html). Ebenso lehnt die Bundestierärztekammer in einer Pressemeldung vom Mai 2010 den Einsatz von Wildtieren aus Tierschutzgründen ab. Das repräsentative Ergebnis einer Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung von April 2010: Zwei Drittel der Bevölkerung finden Wildtiere im Zirkus nicht mehr zeitgemäß (zur Studie). „Wildtiere können in keinem reisenden Unternehmen artgerecht gehalten werden. Durch den permanenten Transport auf LKWs, die lebenslange Haltung unter beengten Verhältnissen sowie die unnatürliche Dressur zeigen sich bei den Tieren Verhaltensauffälligkeiten oder Krankheiten. Viele Tiere sterben aufgrund der lebenslangen Entbehrungen einen viel zu frühen Tod“, so Schmitt.


Interviewkontakt: Carola Schmitt, Tel. 07156 / 17828-24, Mobil 0162 / 2578504, CarolaS@peta.de
Weitere Informationen: www.zirkus.peta.de
Anzeigenmotive mit Prominenten, die sich gegen Wildtiere im Zirkus engagieren: www.peta.de/anzeigenunterhaltungsindustrie
Druckfähige Fotos von Tieren im Zirkus: http://www.fotos.peta.de/categories.php?cat_id=33
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