Leben die süßen Löwenbabies des Eifel-Zoos noch?
Tierrechtsorganisation fordert Aufklärung über den Verbleib des Löwen-Nachwuchses von 2007Stand: 4. Dezember 2008
Kontakt: Frank Albrecht, Tel. 07156/ 178 28 35
Rostock/ Gerlingen – Nachdem am Dienstag eine PETA-Pressemitteilung den Zoo Ros-tock dazu zwang, die Öffentlichkeit über den wahren Verbleib von drei Jaguaren zu informieren, fordert die Tierrechtsorganisation heute den Eifel-Zoo auf, den Verbleib ihrer drei Löwenbabies aus dem Jahr 2007 offenzulegen. Die Organisation befürchtet, dass auch der Eifel-Zoo süße kleine Löwenbabys gezüchtet hat, um sie als Publikums-magneten und Kassenfüller auszunutzen. Weltweit mangelt es an Platz in Zoos und eine seriöse Abgabe von Tieren wird immer schwieriger.
“Wir haben bereits im April 2008 Hinweise erhalten, dass ein dubioser deutscher Tier-händler, der einst nachweislich mit einem belgischen Zootierschlachter in Kontakt stand, die Löwen erhalten haben soll. Die Frage ist also: Wo sind die Löwen und leben die einstigen Publikumslieblinge noch?“, so Frank Albrecht, Zooexperte von PETA Deutschland e.V. „Wenn die Löwenbabies noch leben, in einem guten Zoo unterge-bracht und über einen seriösen Tierhändler dorthin abgegeben wurden, wird der Eifel-Zoo mit Sicherheit für volle Aufklärung sorgen.“
Bereits im August 2007 deckte die Organisation auf, dass einige viele deutsche zoolo-gischen Einrichtungen ihren überschüssigen Tiger-Nachwuchs meist über Tierhändler nach China verkauften, wo sie in vielen Fällen in so genannte Tigerfarmen landeten, in denen Tiger nachweislich getötet und zu Potenzmittel verarbeitet werden. Einige Raub-katzen wurden auch von diesem Tierhändler, der jetzt die Eifel-Zoo-Löwen erhalten haben soll, nach China gebracht. Bereits hier machte die Organisation auf die Probleme in der Zucht und den Widersprüchen der Erhaltungszucht in den Zoos aufmerksam, forderte einen generellen Zuchtstopp und eine Geburtenkontrolle.
Alle Informationen der damaligen Recherche finden Sie unter:
www.peta.de/tiger_china_2008
„Der Eifel-Zoo wäre nicht der erste Zoo in Deutschland der sich für seinen Nachwuchs nicht verantwortlich fühlt, aber mit Eintritt und dem späteren Verkauf sein Geschäft macht“, Frank Albrecht abschließend. „Wir hoffen sehr, dass die Löwen noch leben und wohlauf sind.“