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PETA lobt Hugo Boss für phasenweisen Ausstieg aus australischer Wolle

Der weltweite Einzelhandels- und Designkonzern zeigt ein Herz für Tiere / Kompletter Ausstieg bis 2010 angekündigt

Stand: 14. April 2008

Kontakt: Harald Ullmann, 0172-710-3632

Gerlingen / Metzingen - Nach Diskussionen mit der internationalen Tierrechtsorganisation PETA, People for the Ethical Treatment of Animals, über die Verstümmelung von Lämmern durch australische Farmer, hat der Einzelhandelsriese Hugo Boss – mit Hauptsitzen in Metzigen und New York City – nun angekündigt, den Kauf australischer Wolle von Lämmern, die sich der Standardpraxis des „Mulesing“ oder dem neuen „Clip Mulesing“ unterziehen mussten und schwere Verstümmelungen davontragen, nach und nach einzustellen. „Mulesing“ ist eine grausame Prozedur, bei der australische Farmer mit Scheren große Haut- und Fleischstücke aus den Hinterteilen von Lämmern schneiden – oder die Haut mit festgeschnallten Klammern absterben lassen. Diese Vorgehensweise ist ein fehlgeleiteter Versuch, den Madenbefall zu verhindern, obwohl es für diesen Zweck bereits humane Methoden gibt, wie z. B. die Zucht von Schafen mit freiem Hinterteil.

Im Jahr 2004 reagierte die australische Wollindustrie auf PETAs internationalen Boykott, der sich auch gegen den grausamen Export australischer lebender Schafe richtet, mit dem öffentlichen Versprechen, das „Mulesing“ bis 2010 auslaufen zu lassen. Doch nun bedient sich die Industrie einer weiteren grausamen Form des „Mulesing“, bei der das gefaltete Fleisch und die Haut von Lämmern mit Klammern fest verschnürt wird und somit verfault und abstirbt. Doch Hugo Boss, ein Unternehmen mit über 1.000 Läden in 100 Ländern und einem Jahresumsatz von fast $2 Milliarden, fällt auf diese Technik nicht herein.

“Hugo Boss distanziert sich vom „Mulesing“, da es gegen die Werte unseres Unternehmens verstößt… (und) wird deshalb die Verwendung von Wolle aus Farmen, die das „Mulesing“ anwenden – auch das „Clip Mulesing“ – auslaufen lassen,” so Hugo Boss in einer Bekundung. Weiterhin gab das Unternehmen an: „Sollte das „Mulesing“ nicht komplett bis 2010 beendet sein, wird Hugo Boss sich weigern, Wollematerialien von Farmen zu beziehen, die „Mulesing“ durchführen.“

Hugo Boss gesellt sich damit zu anderen führenden Einzelhändlern und Designern, die versprochen haben, keine australische Wolle oder Wolle von Lämmern, an denen das „Mulesing“ durchgeführt wurde, mehr zu verwenden. Darunter so namhafte Firmen wie Abercrombie & Fitch, Timberland, H&M, oder Marc Bouwer.

“Wir können Hugo Boss nur dafür loben, dass das sich Unternehmen den weltweiten Bemühungen anschließt, um das „Mulesing“ und die dadurch verursachten Verstümmelungen zu beenden,“ so die PETA-Vorsitzende Ingrid E. Newkirk.

Sie können die gesamte Bekundung von Hugo Boss und Videoaufnahmen des Mulesing bei uns anfordern.

Bitte besuchen Sie für weitere Informationen www.rettet-die-schafe.de
HB_Statement_Mulesing_lang_de.pdf
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