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PETA protestiert gegen lebendig gekochte Tiere auf Düsseldorfer Weinblütenfest

Stand: 9. Juni 2006

Kontakt: Dr. Tanja Breining, Tel. +49 (0)7156-17828-30 Mobil: 0162-8801426

Düsseldorf --
Sie finden es grausam, dass in China lebende Katzen und Hunde zur Fleischgewinnung gekocht werden? Aber auch in Düsseldorf werden am 11. Juni auf dem Weinblütenfest in Kaiserswerth Tiere lebend gekocht, und zwar Hummer. „15 Sterne- und sterneverdächtige Köche präsentieren Hummer, Wachtel, Austern &Co.“, so kündigt es der Veranstalter - RheinLust - an. Neben den Düsseldorfer Sterneköchen Peter Nöthel (Hummer-Stübchen) und Burkhard Lindlar (Victorian) sind auch Martin Kruithof (Restaurant Lindenhof) und TV-Koch Johann Lafer dabei.

Die internationale Tierrechtsorganisation PETA bat die Veranstalter sowie Düsseldorfs Oberbürgermeister Joachim Erwin, Hummer von der Speisekarte des Weinblütenfests zu streichen, stieß jedoch bei beiden bisher auf taube Ohren.
Zwar sicherte das Amt für Verbraucherschutz PETA eine tierschutzrelevante Überwachung des Festes zu, was aber nur bedeutet, dass die Einhaltung der seit 1936 (!) unveränderte Schlachtverordnung für Krustentiere (Kochen in stark kochendem Wasser, wobei die „Hummer zwei Minuten lang mit einem Küchengerät untergetaucht gehalten werden sollten“) überprüft werden wird.

Wenn sie im Kochtopf unter grausamen Qualen verenden, haben Hummer schon viel mitgemacht: im Nordatlantik gefangen, in Fabriken auf Fließbändern nach Größe sortiert und mit zusammengebundenen Scheren in enge, dunkle Transportboxen verpackt, tage- bis wochenlange Lagerung in Kühlhäusern ohne Futter mit zusammen gebundenen Scheren.
In alle Welt transportiert und bei Gastronomen und Fischhändlern bewegungslos und ohne Futter in engen Becken auf Artgenossen gestapelt, dabei sind Hummer Einzelgänger.

„Lebend gekocht zu werden ist unglaublich schmerzhaft, das kann sicher jeder bestätigen, der sich einmal auch nur kurz den Finger verbrüht hat“, so Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin bei PETA. „Hummer sind vollständig in kochendes Wasser getaucht und es dauert Minuten bis die Tiere tot sind.“
Die Tierrechtsorganisation hat bei Herrn Seehofer eine Gesetzesnovellierung beantragt, die das Kochen lebender Tiere in Deutschland verbietet. Gastronomen und Politiker werden bundesweit angeschrieben und darum gebeten, auf Hummer zu verzichten, bzw. die Gesetzesnovellierung zu unterstützen.

Positive Unterstützung erhielt PETA bislang von Klaus Wowereit, regierender Bürgermeister in Berlin, sowie Christine Strobl, 2. Bürgermeisterin in München. Die Supermarktkette Kaufland berät derzeit ob sie vegetarischen Hummer anstatt lebenden Hummer verkaufen werden, verschiedene Restaurants annullierten die geplanten „Hummer-festivals“. Spitzenköche wie Bernhard Gössnitzer und Sarah Wiener sprechen sich öffentlich gegen die Tortur des Lebendkochens aus, das laut PETA ein Relikt aus der Steinzeit ist.

„Wir hoffen, dass auch Herr OB Erwin, sowie die Veranstalter davon absehen werden, lebende Tiere zu kochen, denn wir gehen davon aus, dass ein solch trauriges Ereignis wie das Lebendkochen von Tieren, im 3. Jahrtausend bei den Bürgern keinen Anklang mehr finden wird“, so Dr. Breining weiter.

Weitere Informationen finden sie auf unserer Website: www.Freiheit-fuer-Hummer.de

PETA ist mit über 1 Million Mitgliedern weltweit die größte Tierrechtsorganisation. Ziel der Organisation ist es, durch Aufdecken von Tierquälerei, Aufklärung der Öffentlichkeit und Veränderung der Lebensweise jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen.
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