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PETA verweist Veterinäramt Münster bei Untersuchung der Hummerhaltung auf Österreich-Urteile

Stand: 26. August 2010

Münster / Gerlingen, 26. August 2010 – Die Lebensmittelbehörde Münster ermittelt derzeit, ob die Hummerhaltung bei der Supermarktkette RATIO Handel GmbH & Co. KG mit Sitz in Münster sowie in weiteren Betrieben der Region tierquälerisch ist. Ausgelöst wurde das Ganze durch eine von PETA erstellte Strafanzeige, die nun unter dem Vorwurf möglicher Ordnungswidrigkeiten von der Behörde übernommen wurde. Nun hat die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. (People for the Ethical Treatment of Animals) mit dem Veterinäramt Münster Kontakt aufgenommen. In einem offenen Brief (s. Anhang) erinnert PETA daran, dass der Verwaltungssenat in Österreich eine solche Hummerhaltung bestraft hat: aufgrund des Vorwurfs der artwidrigen Haltungsbedingungen. Auch in Österreich wurden Hummer mit zusammengebundenen Scheren und ohne Nahrung in engen Becken gehalten. „In Österreich gelten dieselben Tierschutzgesetze wie bei uns. Wenn diese Tierquälerei in Österreich verboten ist, sollte dies auch bei uns der Fall sein!“, so Meeresbiologin Dr. Tanja Breining von PETA.
Hummer legen in freier Wildbahn lange Strecken gehend bzw. schwimmend zurück. Dies ist ein ihnen von Natur aus zugedachter Freiheitsdrang, der ihnen in der Verkaufshälterung und zuvor auch bereits während des langen Transportes untersagt wird. Hummer sind außerdem Einzelgänger. Zahlreiche Restaurants haben Hummer aus Tierschutzgründen von der Speisekarte gestrichen, so zum Beispiel die Sterne- und Fernsehköchin Cornelia Poletto und das Restaurant Cube in Stuttgart.

Interviewkontakt: Dr. Tanja Breining, Tel. 07156 / 17828-30, TanjaB@peta.de
Weitere Informationen: www.Freiheit-fuer-Hummer.de
offener_brief_vetamt_muenster.pdf
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