PETA will Tiger-Export von Charles-Knie-Dompteur Alexander Lacey verhindern
Raubkatzen erwartet im berüchtigten US-Zirkus „Ringling Bros. and Barnum & Bailey“ qualvolles Leben
Stand: 20. September 2011
Würzburg / Gerlingen, 20. September 2011 – Zirkus Charles Knie gastiert von heute an in Würzburg. Mit dabei sind Raubtier-Dompteur Alexander Lacey sowie mehrere Raubkatzen. PETA Deutschland e.V. hat erfahren, dass Lacey acht Tiger und einen Leopard in dem berüchtigten US-Zirkus „Ringling Bros. and Barnum & Bailey“ auftreten lassen will. Gegen dieses Vorhaben hat PETA beim Bundesamt für Naturschutz offiziell Widerspruch eingelegt. Dokumente des US-Zirkusses, die PETA vorliegen, belegen, dass die Raubkatzen in den USA unter nochmals deutlich schlechteren Bedingungen leben müssten, als das ohnehin schon in Deutschland der Fall ist. „Ringling Bros. and Barnum & Bailey“ ist zudem bekannt für seine qualvollen Methoden, Wildtiere zum Gehorsam zu bringen. Weil gemäß Artenschutz-Richtlinien Tiger nicht in eine qualvolle Umgebung exportiert werden dürfen, forderte PETA das Bundesamt für Naturschutz auf, den Export zu verhindern.
„Auf von PETA USA veröffentlichten Videoaufnahmen aus dem US-Zirkus „Ringling Bros.“ ist zu erkennen, wie Tiger beim Training geschlagen werden. Außerdem müssten die Großkatzen bei ‚Ringling Bros. and Barnum & Bailey‘ in noch engeren Käfigen leben, als es in Deutschland erlaubt ist. Der US-Zirkus hat schriftlich zugegeben, dass den Raubkatzen nur dann ein Außengehege aufgebaut wird, wenn genug Platz dafür ist. Nicht selten müssen die Tiger daher tagelang ohne Auslauf im winzigen Käfig bleiben“, so Peter Höffken, Wildtier-Experte bei PETA. „PETA hat zudem Fotos und Videos veröffentlicht, auf denen Zirkusmitarbeiter zu sehen sind, die Babyelefanten auf abscheuliche Art und Weise mit spitzen Haken und Seilen traktieren sowie Elefanten schlagen, um sie zum Kopfstand und anderen Zirkustricks zu zwingen. Die Tiger leben hier schon in viel zu engen Käfigen, aber in den USA erwartet sie die Hölle.“
Alexander Lacey tourt derzeit durch Deutschland mit dem Zirkus „Charles Knie“, den PETA Deutschland e.V. in der Vergangenheit wiederholt wegen seiner Wildtier-Vorführungen kritisiert hatte. Wie PETA erfuhr, plant Alexander Lacey mit dem Zirkus „Ringling Bros. and Barnum & Bailey“ eine Tour durch die USA, wofür der Transport von acht Tigern und einem Leopard beantragt wurde. Auch PETA USA hat bei den zuständigen amerikanischen Behörden bereits Widerspruch eingelegt.
Interviewkontakt: Peter Höffken, Tel. 07156 / 17828-18, PeterH@peta.de
Weitere Informationen: www.zirkus.peta.de
Prominente engagieren sich für ein Wildtierverbot im Zirkus: http://www.peta.de/web/home.cfm?p=54
Druckfähige Fotos von Tieren im Zirkus: http://www.fotos.peta.de/categories.php?cat_id=33