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PETAs Geschichte: Immer in Aktion

Bevor PETA USA 1980 ins Leben gerufen wurde, gab es zwei wichtige Sachen, die man tun konnte, um Tieren zu helfen. Man konnte bei einem örtlichen Tierheim aushelfen oder Geld an eine Tierschutzorganisation spenden. Viele dieser Organisationen machten zwar nützliche Arbeit, um die Bedingungen für die Tiere, die vom Menschen genutzt werden, zu verbessern. Doch sie hinterfragten nicht, warum wir Tiere für ihr Fleisch oder ihre Haut töten oder warum wir sie für Tests von neuen Inhaltsstoffen oder unsere Unterhaltung verwenden.

Die Gründer von PETA in den USA wollten mitfühlenden Menschen noch mehr Möglichkeiten und Wege geben, etwas zu tun und die Gesellschaft aktiv zu verändern. Sie wollten eine gesunde vegane Ernährung fördern und zeigen, wie einfach es ist, ohne Tierquälerei hergestellte Produkte einzukaufen. Sie wollten laut und öffentlich gegen Grausamkeiten an Tieren in all ihren Formen protestieren und sie wollten offenlegen, was wirklich hinter den extrem dicken, schalldichten Wänden der Tierversuchslabors vor sich ging.

Mithilfe von Ermittlungsarbeit, Protesten von Konsumenten und internationaler Medienberichterstattung vereinen PETA USA und ihre weltweiten Schwesterorganisationen Vertreter aus Wissenschaft, Unternehmen und Gesetzgebung, um umfangreiche, nachhaltige Veränderungen zu erreichen, welche die Lebensqualität von Tieren verbessern und ihren Tod verhindern.

Der erste Fall von PETA USA, der Präzedenzfall der „Silver Spring Monkeys“ von 1981, führte zu der ersten Festnahme und strafrechtlichen Verurteilung eines Tierexperimentators in den USA auf der Grundlage von Tierquälerei. Dies war der erste Prozess vor dem Supreme Court, dem höchsten amerikanischen Gericht, der einen Sieg für die Tiere in Versuchslaboren bedeutete. Zum ersten Mal wurden misshandelte „Labortiere“ beschlagnahmt. Wir haben seither nicht aufgehört, für die Belange der Tiere zu kämpfen – und zu gewinnen.

Historische Fälle
Mit der Hilfe von großzügigen Unterstützern schaffen PETA USA und ihre Schwesterorganisationen in anderen Ländern es Jahr für Jahr, Siege für die Tiere zu erzielen. Jeder Sieg ist wichtig und wird gefeiert – von der kleinsten Maus, welcher der schreckliche Tod in einer Leimrute erspart wird, bis hin zu den tausenden Kühen, Schweinen, Hühnern und Fischen, deren Leben jedes Mal gerettet werden, wenn jemand Vegetarier wird.

Erfolge in Deutschland
Die folgenden sind nur einige der vielen großen Erfolge von PETA Deutschland e. V. für Tiere:

2011
Weltweit größter Teeproduzent beendet nach Treffen mit PETA alle Tierversuche für Tee

Der weltgrößte Teeproduzent Unilever, unter anderem Hersteller von Lipton-Tee, hat im Februar 2011, wenige Tage vor dem Start einer internationalen PETA-Kampagne angekündigt, mit sofortiger Wirkung weltweit keine Tierversuche mehr für Tee oder die Inhaltsstoffe von Tee durchzuführen, sollten diese nicht gesetzlich vorgeschrieben sein. Zuvor hatte das Unternehmen über 40.000 E-Mails von PETA-Unterstützern weltweit erhalten, darunter über 8.500 über die Website PETA.de, und hatte sich mit den PETA-Vorständen aus Deutschland, Großbritannien, Indien und den USA getroffen. Während dieses Treffens wurde Unilever über die unmittelbar bevorstehende globale „Lipton: Tierversuche für Tee“-Kampagne in Kenntnis gesetzt.

2010
Rücktritt von Landwirtschaftsministerin Astrid Grotelüschen
Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Astrid Grotelüschen ist im Dezember 2010 wegen Tierschutz- und Lohndumping-Vorwürfen zurückgetreten. Ausgelöst wurden die Tierschutz-Vorwürfe durch eine Undercover-Reportage von PETA Deutschland e. V., die am 9. August in „REPORT Mainz“ (ARD) ausgestrahlt wurde. Die Aufnahmen entstanden in Putenmastställen, mit denen Astrid und ihr Ehemann Garlich Grotelüschen in engster geschäftlicher Beziehung stehen. Schon vor der Sendung stritt Grotelüschen alle Vorwürfe ab, behauptete, die Aufnahmen wären manipuliert. Sogar vor der Verbreitung inhaltlich falscher Eidesstattlicher Versicherungen über das niedersächsische und das mecklenburg-vorpommerische Landwirtschaftsministerium schreckte sie nicht zurück. Die CDU-Niedersachsen musste sogar eine Unterlassungserklärung wegen der über PETA verbreiteten Verleumdungen abgeben. Im Oktober 2010 legte PETA mit neuen Undercover-Aufnahmen aus einem Putenmastbetrieb der Ahlhorner Putenerzeugergemeinschaft nach, an der Grotelüschen Anteile hat. Ausgestrahlt wurde die Recherche in „BRISANT“ (ARD). Hinzu kamen auch menschenrechtswidrige Praktiken, die PETA neben den tierquälerischen Aspekten bereits in Strafanzeigen thematisiert hatte.

QS-zertifizierter Putenmastbetrieb wegen Tierquälerei verurteilt
Das Amtsgericht Cloppenburg hat den Betriebsleiter des zum Zeitpunkt der Aufnahmen QS-zertifizierten Putenmastbetriebes Agrar Consulting R & S aufgrund der PETA-Undercover-Ermittlung wegen Tierquälerei rechtskräftig verurteilt. Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) hat die schweren Tierquälereien bestätigt, insgesamt dauerten die Ermittlungen fast drei Jahre (Az. 18 Cs 240 Js 44568/07 (243/10). QS versucht – bislang erfolglos – seit fast vier Jahren, diese Undercover-Dokumentationen vom Landgericht Hamburg verbieten zu lassen. Dabei scheute QS auch vor wahrheitswidrigen Vorträgen nicht zurück. Wegen der Vorlage einer falschen Eidesstattlichen Versicherung, dass die Bilder angeblich nicht aus seinem Betrieb stammen würden (wurde von der ermittelnden Kriminalpolizei eindrücklich widerlegt), wurde der Betriebsleiter dieses zum Zeitpunkt der Aufnahmen QS-zertifizierten Betriebes ebenfalls rechtskräftig verurteilt.

„Horrorhof“ in Datzetal muss schließen
PETA veröffentlichte im August 2010 verdeckt aufgenommene Videos aus einem Milch-produzierenden Hof in Datzetal (Mecklenburg-Vorpommern). Aufgrund heftiger behördlicher Interventionen, vor allem durch die von PETA eingeschaltete Staatsanwaltschaft, gab der wegen Tierquälerei angezeigte Landwirt die Tierhaltung nur zwei Wochen nach Veröffentlichung der Videoaufnahmen auf. Hof und Tiere wurden an einen Nachfolger übergeben, die Milchproduktion wurde eingestellt. Der „Horror-Bauer“ hat keinen Zugang mehr zu den Tieren. Auf den Videos ist zu sehen, wie die Kühe mit Stangen und Holzlatten in den Melkstand geprügelt und von den Weiden gehetzt werden. Viele Kälber und Kühe überlebten diese Tortur nicht – die Leichen wurden teilweise nur beiseite geworfen und verwesten. Der Hofboden war mit Gülle überschwemmt, die Tiere standen in den eigenen Exkrementen. Der Datzetaler Hof lieferte an die Großmolkerei HUMANA Milchunion (Babynahrung).

Lufthansa fliegt keine Hunde & Katzen ins Versuchslabor
PETA hat die internationale Fluglinie Lufthansa dazu aufgefordert, den Transport von Tieren für Versuchslabore einzustellen. PETA vorliegende Fotos zeigen ca. 50 Beagle in Transportboxen, die auf dem New Yorker John F. Kennedy International Flughafen in ein Frachtflugzeug der Lufthansa verladen und an ein schottisches Labor geliefert wurden. Nicht einmal einen Tag nachdem PETA Deutschland e. V. und PETA USA diese Fotos im April 2010 weltweit veröffentlichten und eine Kampagne starteten, erklärte Lufthansa eine neue Richtlinie, die den Transport von Hunden & Katzen an Versuchslabors verbietet.

2009
Europäische Chemikalienagentur (ECHA) verzichtet auf doppelte Tierversuche
PETA USA, PETA Europe und PETA Deutschland e. V. haben in gemeinsamer Anstrengung mit anderen Tierrechtsgruppen bewirkt, dass die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) voraussichtlich 4,5 Millionen Tieren enormes Leid in Versuchslaboren ersparen wird. Die Tierrechtsgruppen hatten sich an ECHA gewandt und ihre Bedenken darüber zum Ausdruck gebracht, dass einige Unternehmen möglicherweise doppelte Toxizitätstests für Stoffe durchführen könnten, wenn die Chemikalien unter REACH (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) registriert werden. Denn nach REACH müssten Chemikalien stetig mehr Tierversuche durchlaufen, wenn sich die Produktionsmenge erhöht. Durch den Einfluss der Tierrechtler erklärte ECHA im September 2009, dass diese Tierversuche nicht durchgeführt werden müssen, wenn ähnliche, umfassendere Tests vorgeschlagen werden.

EU-Einfuhr- und Handelsverbot für Robbenprodukte ab 2010
PETA und weitere Tierschützer weltweit haben mit Protesten gegen das jährliche Robbenschlachten in Kanada bewirkt, dass das Europaparlament im Mai für ein Import- und Handelsverbot stimmte. Die Einfuhr und der Handel von Robbenprodukten ist in allen 27 Mitgliedsstaaten der EU seit 2010 verboten. Laut einem Bericht der Associated Press (AP) exportierte Kanada alleine 2008 Robbenprodukte im Wert von ca. 3,5 Mio. Euro in die EU.

2008
H&M, Hugo Boss, C&A sowie Adidas weigern sich, Wolle von ‚gemulesten’ Schafen zu beziehen
Nach Gesprächen über die Grausamkeit hinter australischer Wolle entschloss sich H&M, das international agierende Unternehmen mit Stammsitz in Schweden, dazu, nur noch Wolle von Schäfern zu beziehen, die Mulesing (eine grausame Prozedur, bei der australische Schäfer große Stücke Haut und Fleisch von Hinterteilen der Lämmer schneiden) nicht praktizieren. Kurz darauf hat sich auch der deutsche Einzelhandelsriese Hugo Boss – mit Hauptsitzen in Metzigen und New York City – gegen Wolle ausgesprochen, an der Blut klebt. Des Weiteren schloss sich C&A dem Boykott an, ebenso wie Adidas.
Diese vier Firmen gesellen sich mit ihrer tierfreundlichen Entscheidung zu anderen führenden Modehäusern, die versprochen haben, keine australische Merinowolle oder Wolle von Lämmern, bei denen das Mulesing angewandt wird, zu beziehen – unter ihnen Abercrombie & Fitch, Timberland und 30 weitere europäische Unternehmen.

„Stars in der Manege“ ohne exotische Tiere!
Seit 46 Jahren wird die von Prominenten begleitete Zirkus-Gala „Stars in der Manege“ unter anderem mit den Tieren des Circus Krone aufgezeichnet. PETAs jahrelanger Protest und im Circus Krone aufgenommenes Videomaterial, welches die tierquälerischen Haltungsbedingungen der Tiere dokumentiert, haben u.a. dazu geführt, dass die Veranstalter von „Stars in der Manege“ im Jahr 2008 auf die Nutzung exotischer Tiere verzichtet haben.

Link: Sehen Sie noch mehr Erfolge für die Tiere!

Erfolgsgeschichten
PETA USA und ihre Schwesterorganisationen haben bahnbrechende Fortschritte für die Tiere, die von Unternehmen, Regierungen und Einzelpersonen auf der ganzen Welt misshandelt werden, hervorgebracht. Diese Erfolge haben zu starken Verbesserungen für die Leben von Millionen einzelnen Tieren beigetragen.

Ob durch die Zusammenarbeit mit Universitäten und Regierungsinstitutionen, um tierfreie Testmethoden einzuführen, die Entfachung eines Booms von „gewaltfreier“ Produktvermarktung und eines Senkrechtsturzes der Pelzindustrie in den USA oder die Förderung eines großen Sortiments an Fleisch-Alternativen in Supermärkten und Gourmet-Restaurants – PETA USA und ihre Schwesterorganisationen wie PETA Deutschland e. V. waren die treibenden Kräfte hinter vielen großen Erfolgen für Tiere in den letzten 30 Jahren.
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