Kritikpunkt: PETAs verdeckte Ermittler helfen den Tieren gar nicht.
Verdeckte Ermittlungen zur Dokumentation von Tierleid sind wichtige Werkzeuge im Kampf gegen Tierquälerei. Gleichwohl ist es die schwierigste Tätigkeit, die ein Tierschützer ausüben kann und verdient unsere große Bewunderung. Wenn man das Leid der Tiere quasi hautnah erlebt, ist es ein natürlicher Impuls, eingreifen und die Tiere retten zu wollen. Aber was wäre dann mit den Abermilliarden von Tieren, deren Leid wir nicht sehen? Selbst wenn wir in der Lage wären, einzelne Tiere zu befreien, die bei verdeckten Ermittlungen vor unseren Augen gequält werden, würde das zwar die Rettung für diese wenigen Tiere bedeuten, aber nichts an den tierquälerischen Methoden ändern, die für das Leiden so unzähliger anderer Tiere verantwortlich sind. Das Beste, was wir für Abermillionen leidender Tiere tun können, ist, den zuständigen Behörden und mitfühlenden Menschen wie Ihnen die Grausamkeiten vor Augen zu führen, unter denen die Tiere leiden, und politisch (und dazu brauchen wir die Öffentlichkeit) dann dafür zu kämpfen, diese Tierquälerei zu beenden.
Wann immer PETA einen Fall von Tierquälerei beobachtet, schreiten wir ein und fordern die zuständigen Behörden zur Strafverfolgung auf – sofern für den betreffenden Fall von Tierquälerei entsprechende Gesetze vorliegen. Diese Vorgehensweise empfehlen wir im Übrigen jedem, der Zeuge von Tierquälerei wird. Wir sind selbstverständlich der Überzeugung, dass jede Art Tierquälerei verboten werden muss, doch leider gibt es zurzeit noch nicht für jede Form von Tierquälerei entsprechende Gesetze. Deshalb tun wir alles in unserer Macht stehende, um eine strengere Gesetzgebung zu unterstützen.
Die PETA-Vorsitzende
Ingrid E. Newkirk erklärte die Situation an folgendem Beispiel: Stellen Sie sich vor, Sie gehen an einem Fluss spazieren und plötzlich sehen Sie ein Baby, das im Wasser treibt. Sie springen natürlich sofort in den Fluss und retten das Kind. Plötzlich wird ein weiteres Baby angetrieben, und Sie retten auch dieses. Doch dann kommt noch eins, und noch eins, und noch eins… Ihnen wird klar, dass es zu viele Babys sind und Sie nicht alle retten können. Also laufen Sie los, um herauszufinden, wer die Kinder in den Fluss wirft und schreiten dagegen ein.
Und genau diese Arbeit erledigt PETA. In Einklang mit den geltenden Gesetzen setzen wir uns dafür ein, Menschen daran zu hindern, Tiere zu quälen. Mit dem Beweismaterial aus unseren verdeckten Ermittlungen fordern wir die Öffentlichkeit auf, sich gegen die unzulänglichen Tierschutzgesetze auszusprechen, wir lenken die Aufmerksamkeit der Medien auf Fälle von Tierquälerei und informieren die Öffentlichkeit über Möglichkeiten, mit denen jeder Einzelne direkt zum Schutz der Tiere beitragen kann. Und wir machen
zweifelsfrei Fortschritte.
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