Pferd an Herzinfarkt verendet: PETA drängt auf ein Verbot von Kutschen in Wien
Pferdekutschen sollen nur noch durch Geschichtsbücher fahren dürfenStand: 23. Februar 2009
Kontakt: Dr. Tanja Breining, Tel. 07156/1782830, Mobil: 0173/657-5668
Wien – Am vergangenen Samstag brach in Wien ein so genanntes „Fiakerpferd“ nach einem Herzinfarkt tot zusammen. Laut Medienberichten war die Stute erst acht Jahre alt.
Dies ist bereits der zweite Vorfall in diesem Jahr bei dem Pferde oder Menschen in Kutschen zu Schaden kommen beziehungsweise sterben. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. fordert nun die Regierung auf, Pferdekutschen in der Großstadt zu verbieten und nur noch durch Geschichtsbüchern fahren zu lassen.
„Es ist kein Wunder, dass selbst junge Pferde an Herzinfarkt verenden, wenn sie gezwungen sind, tagein tagaus stundenlang bei starkem Straßenverkehr schwere Kutschen zu ziehen, durch die Innenstadt und bei Rot über die Ampel laufen zu müssen. Sie werden angehupt und geraten in Panik. Das ist psychischer und physischer Stress, der die Lebenserwartung dramatisch senkt“, so Dr. Tanja Breining von PETA.
Auch in Berlin war 2008 eine Stute mitten auf der Straße zusammen gebrochen. Inzwischen gibt es in Berlin Leitlinien für Pferdekutschen, die aber mit Sicherheit auch keine Unfälle verhindern werden können. Pferde sind keine Tiere für den Straßenverkehr in einer Großstadt, so PETA. Die Organisation fordert daher ein sofortiges ein Ende von Kutschen in Wien und Berlin. Pferdekutschen seien nicht nur extreme Tierquälerei, sondern stellen auch eine hohe Gefahr für den Menschen dar.
„In einer zunehmend übergewichtigen Gesellschaft, sollte man sich selbst sowieso mehr bewegen, anstatt sich von fast blinden Pferden in schweren Kutschen herumziehen zu lassen“, so PETA.
Die Pferde laufen auf hartem Betonboden, haben Scheuklappen auf und inhalieren Abgase und Rauch. Bei extremer Kälte oder starker Hitze müssen sie stundenlang auf hartem Zement laufen oder still stehen.
PETA informiert seit Monaten über die Gefahren, die von Pferdekutschen ausgehen und fordert tierfreundliche Menschen auf, diese Industrie nicht zu unterstützen.