Stand: 15. Februar 2011
Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. hat diese Woche Strafanzeige gegen die Verantwortlichen von mehreren deutschen Zoos gestellt, vor allem gegen die Berliner zoologischen Einrichtungen. PETA wirft ihnen vor, über den Tierhändler B. unseriöserweise Tiere verkauft bzw. verscherbelt zu haben. Als Beweis hat PETA den Staatsanwaltschaften und Steuerbehörden hunderte vertrauliche Dokumente übermittelt. Verkauft wurden vor allem „ausgediente“ alte Tiere und nachgezüchtete bzw. „überschüssige“ Jungtiere. Die Tiere wurden von den Zoos zu offensichtlichen Ramschpreisen abgegeben und landeten über den Tierhändler B. als Angebote in Restaurants, bei anderen Tierhändlern, im Zoo oder im Zootierhandel – oder ganz im „Nirwana“. Insbesondere die Berliner Zoos unter Zoodirektor Blaszkiewitz sind in erheblichem Umfang an dem Tierhandel beteiligt. Sie hatten im Zeitraum 2007 bis 2009 wohl mindestens 1.363 Tiere über B. verschachert bzw. zur Abgabe vorgesehen. Der Zoo Berlin verkaufte auch Tiere an B., die streng geschützt sind und auf der Roten Liste für bedrohte Arten stehen. Aber auch Zoos in weiteren deutschen Städten sind betroffen.