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Prinzessin Stephanie von Monaco soll Zirkus-Löwen Ares adoptieren

PETA bittet prominenteste Befürworterin von Wildtieren im Zirkus um Unterstützung für Auffangstationen

Stand: 11. März 2010

Monaco, 11. März 2010 – Prinzessin Stephanie von Monaco ist Präsidentin der „Federation Mondiale du Cirque“. Diese Organisation setzt sich vehement für den Erhalt des klassischen Zirkus und damit für Wildtiere im Zirkus ein. Dies nimmt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. jetzt zum Anlass, die prominenteste Wildtier-Befürworterin zur Kasse zu bitten: Prinzessin Stephanie soll die lebenslange Patenschaft für den von den Behörden konfiszierten Löwen Ares übernehmen. Ares, jüngstes Beispiel von systembedingter Tierquälerei im Zirkus, reiste mit einem französischen Zirkus durch Frankreich. Er war extrem verwahrlost, krank, seine Muskeln verkümmert. Im Februar 2010 gelang die Rettung von Ares. Erst vor kurzem wurde er an den Drakenstein Lion Park, eine Auffangstation in Afrika, überführt. Die Gesamtkosten für die lebenslange Pflege von Ares, den Transport, das Gehege und die medizinische Versorgung belaufen sich auf ca. 50.000 Euro (500.000 Südafrikanische Rand).

„Wer sich wie Prinzessin Stephanie so vehement für den Erhalt einer tierquälerischen Unterhaltungsform einsetzt, kann die Rettung der Tiere nicht auf Tierschutzorganisationen oder Kommunen abwälzen. Bislang haben Tierschützer die Zeche bezahlt – das muss sich ändern!“, fordert Carola Schmitt, Leiterin der PETA-Kampagne „Wildtiere raus aus dem Zirkus“. Ares wurde wie viele seiner Artgenossen in einem kleinen Käfig ohne jegliches Beschäftigungsmaterial gehalten. Er war unterernährt und litt an einer schweren, unbehandelten Augeninfektion, die zu starken Schwellungen geführt hat. Ares war den Großteil seines Lebens blind, zwischenzeitlich wurde eine komplizierte Augen-OP durchgeführt. „Gnadenhöfe und Auffangstationen von geretteten Wildtieren können die finanzielle Last längst nicht mehr stemmen,“ warnt Schmitt. Doch die Behörden greifen erst ein, wenn Geld und Platz für die betroffenen Tiere zur Verfügung stehen. Beides werde laut PETA zunehmend knapper, viele Wildtiere bleiben auf der Strecke. Ein Wildtierverbot bzw. starke Einschränkungen zum Vor- und Mitführen von Wildtieren im Zirkus gibt es bereits in 11 europäischen Ländern. Der deutsche Bundesrat hat 2003 in einer Entschließung ein Wildtierverbot verabschiedet und die Bundesregierung aufgefordert, dies zügig auf den Weg zu bringen. Bis heute allerdings ist dies nicht geschehen.

Interviewkontakt: Carola Schmitt, Tel. 07156 / 17828-24, Mobil 0162 / 2578504
Weitere Informationen: www.zirkus.peta.de
Druckfähige Fotos von Ares: http://www.fotos.peta.de/categories.php?cat_id=33
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