Stand: 1. Februar 2013
Hodenhagen / Gerlingen, 1. Februar 2013 – Profitgier und Tiermissbrauch: Nachdem der Serengeti-Park Hodenhagen am gestrigen Donnerstag die Geburt von insgesamt acht weißen Tiger- und Löwenbabys bekanntgab, beschuldigt PETA Deutschland e.V. die Zoo-Verantwortlichen nun der Tierquälerei. Die Tierrechtsorganisation weist darauf hin, dass weiße Tiger in Gefangenschaft das Resultat von extremen Inzuchten sind, die häufig genetische Defekte wie Gaumenspalten, neurologische Störungen, verkrüppelte Füße und Hüftgelenkfehlstellungen zur Folge haben. Nach Angaben des pfälzischen Zoo Landau müssen 30 bis 60 ingezüchtete weiße Tiger geboren werden, um einen „vorzeigbaren“ weißen Tiger zu erhalten. Der Serengeti-Park Hodenhagen unternimmt diese Qualzuchten in erster Linie aus finanziellem Interesse, denn nicht selten werden die Tiere für bis zu 50.000 Euro auch an private „Tierliebhaber“ verkauft. PETA fordert ein sofortiges Zucht- und Vermarktungsverbot für weiße Tiger und Löwen in Zoos und Zirkussen. Auch der US-amerikanische Zoo-Verband AZA verurteilt die Nachzucht von weißen Tigern und Löwen.
Qualzucht: Weißer Tiger im Zoo / © PETA