peta.de

Netzwerk
www.peta.de/netzwerk
ThemenLifestyleAktiv werdenVideosÜber PETASpendenShop

Richterlicher Beschluss im Berliner Zooskandal: Tierpark-Leitung der Unwahrheit überführt

PETA Deutschland e.V. erwirkt Einstweilige Verfügung gegen den Tierpark und ihren Pressesprecher Untermann

Stand: 02. Juni 2008

Kontakt: Dr. Haferbeck, 07156 – 178 2828, 0171-4317387
Frank Albrecht, 07156/17828-35

Stuttgart/Berlin – Die Behauptung „Frank Albrecht forderte Knuts Tod“ darf laut Verfügung des Landgerichts Berlin nicht mehr geäußert werden. Brisant war diese Aussage, weil Frank Albrecht nicht nur bekennender Tierrechtler ist, sondern auch Mitarbeiter der internationalen Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. PETA Deutschland e.V. kritisiert seit einigen Wochen die dubiosen Vorgänge im Berliner Zoo und Tierpark, insbesondere in der Person von Direktor Dr. Balszkiewitz. Der Pressesprecher des Berliner Tierparks Detlef Untermann hatte in der Öffentlichkeit in verleumderischer Art und Weise behauptet, dass Frank Albrecht vor einiger Zeit Knuts Tod gefordert hatte. Diese für eine Tierrechtsorganisation und einen Tierrechtler außerordentlich diffamierende Behauptung wurde breit in den Medien aufgegriffen und verbreitet.

„Es ist in mehreren Medien und in mehren Interviews klar gestellt worden, dass die damalige Behauptung einer großen Boulevard-Zeitung, ich hätte Knuts Tod gefordert, völlig falsch gewesen ist. Dass diese Falschbehauptung dann Monate später wiederum öffentlich gemacht wird, ist nicht hinnehmbar, “ so PETA Deutschland-Campaigner und Zoo-Experte Frank Albrecht.

Die Tierpark-Leitung sowie Pressesprecher Untermann weigerten sich, im Vorfeld eine entsprechende Unterlassungserklärung zu unterzeichnen. Nun sind sie per Einstweiliger Verfügung angehalten nicht mehr zu behaupten, dass Frank Albrecht Knuts Tod gefordert habe. Die vom Landgericht Berlin erlassene Einstweilige Verfügung wurde am 02.06.2008 zugestellt. Die Kosten haben die Tierpark-Verantwortlichen zu tragen (Az. 27 0 505/08).

„Überaus bezeichnend ist es, mit welchen Methoden die Tierpark-Verantwortlichen sich hier aus der Schlinge ziehen wollen, wobei sie eben nachweislich nicht vor Unwahrheiten und Diffamierungen Dritter zurückschrecken. Wer so agiert, hat jegliche Glaubwürdigkeit auch in der Aufklärung über die kritisierungswürdigen Vorgänge im Tierpark verspielt“, so PETA Deutschlands Rechtsexperte Dr. Edmund Haferbeck.

Die Tierpark-Verantwortlichen sehen sich einer erneuten Abmahnung von PETA Deutschland e.V. gegenüber: Sie hatten auch behauptet, die Organisation würde den Zoo und den Tierpark mit Anzeigen überziehen. Die ist ebenfalls eine falsche und diffamierende Tatsachenbehauptung. Auch hierüber begehrt PETA Deutschland e.V. eine Unterlassungserklärung. Es könne nicht angehen, dass Verantwortliche, die in öffentlich-rechtlich überlagerten „städtischen“ Betrieben an verantwortlicher Position tätig sind, den Grundsatz von Treu und Glauben gegenüber Tierschützern und Tierrechtlern derart mit Füßen treten.
PETA.de FAQ Mitglied werden Infomaterial bestellen Presseinformationen