Schauspieler Joaquin Phoenix fordert den australischen Agrarminister auf Schafen zu helfen
Der mehrfach Oscar-nominierte Hollywood-Star weist auf die Tortur des „Mulesing“ und der Lebendtransporte hinStand: 13. September 2007
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Gerlingen – Im Namen der Tierrechtsorganisation PETA faxte der Golden Globe-Gewinner und mehrfach Oscar-nominierte „Walk The Line“-Star Joaquin Phoenix einen Brief an den australischen Agrarminister Peter McGauraun. In diesem Brief fordert er den Politiker auf, einer grausamen Verstümmelung von Lämmern namens „Mulesing“ und dem Lebendexport von Schafen in den Nahen Osten ein Ende zu bereiten.
„Ich hatte immer gedacht, dass Wolle von Schafen kommt, die behutsam geschoren werden und ein halbwegs vernünftiges Leben leben.“ schreibt Phoenix „Ich war geschockt als ich von meinen Freunden von PETA erfahren habe, dass australische Farmer den Lämmern ohne Betäubung große Stücke Fleisch vom Hintern schneiden…“
Phoenix schreibt weiter, dass dieses so genannte „Mulesing“ aufgrund der weltweiten Kampagne von PETA im Jahr 2010 verboten wird. „Leider hilft dies nicht den Millionen von Lämmern, die in den nächsten 3 Jahren sinnlos verstümmelt werden. Und außerdem beendet es nicht das Leiden von lebenden Schafen, die auf langen Reisen quer über Ozeane in den Nahen Osten transportiert werden, wo sie auf grausame Art und Weise geschlachtet werden.“ schreibt der Schauspieler weiter und fordert den Minister auf, das Leiden sofort zu beenden: „Schreiten Sie bitte sofort ein und drängen sie die Wollindustrie dazu vernünftig zu handeln.“
Bei dem so genannten „Mulesing“ werden die lebenden Schafe unter Gewaltanwendung auf den Rücken geworfen und ihre Beine zwischen Metallstäben fixiert. Dann schneidet man ihnen – ohne jedes Schmerzmittel – Essteller große Fleischstücke vom Bereich rund um ihren Schwanz weg. Man will so erreichen, dass sich eine glatte, vernarbte Fläche bildet, die keine Angriffsfläche mehr für Fliegeneier bietet. Ironischerweise aber werden gerade diese großflächigen blutigen Wunden häufig von Fliegen befallen, noch bevor sie abheilen können.
Jahr für Jahr werden Millionen von Schafen, die für die australische Wollindustrie finanziell uninteressant geworden sind, in den Nahen Osten und nach Nordafrika verschifft. So leiden sie wochen- oder monatelangen auf völlig überfüllten, von Krankheiten heimgesuchten Schiffen. Viele der Tiere erleiden Hitzeschläge, verhungern oder sterben in Folge von Krankheiten oder Verletzungen. Jährlich sterben Zehntausende Tiere bei den Transporten – allein im Jahr 2005 lag die Todesrate bei 40.000 Schafen.
Weitere Infos finden Sie unter
www.rettet-die-schafe.de