Schimpanse in Berlin-Hönow ausgebrochen – PETA fordert Haltungsverbot
Stand: 5. April 2011
Berlin-Hönow / Gerlingen, 5. April 2011 – Am Montagabend ist ein Schimpanse aus der Privathaltung von Christiane S. in Berlin-Hönow ausgebrochen. Ein großes Polizeiaufgebot konnte das Tier erst nach etwa einer Stunde wieder einfangen. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. hat die Haltung von Schimpansen bei Christiane S. schon mehrfach scharf kritisiert. „Die intelligenten Tiere können bei Frau S. im Garten weder artgerecht, noch sicher gehalten werden. Der Ausbruch zeigt erneut, dass auch eine erhebliche Gefährdung der Bevölkerung vorliegt“, so PETAs Wildtier-Experte Peter Höffken. PETA fordert das zuständige Veterinäramt auf, die Schimpansen endlich zu beschlagnahmen und in das Schimpansen-Refugium AAP in den Niederlanden zu überführen. Zudem müsse Christiane S. mit einem Haltungsverbot für exotische Tiere belegt werden.
Seit Jahren schon fordert PETA ein Verbot der Haltung von Wildtieren in Privathaushalten. Schimpansen besitzen enorme Kräfte und können einem Menschen sehr gefährlich werden. Obwohl ein Schimpanse dem Mann von S. bereits zwei Finger abgebissen hatte, bot sie die Menschenaffen wiederholt für Showeinlagen in Kindergärten, in Seniorenheimen oder auf Geburtstagen an. Die Misshandlung von Menschenaffen für die Unterhaltungsindustrie ist ausreichend belegt, so PETA. Oft werden die Tiere geschlagen, getreten und mit Stöcken misshandelt, um sicherzustellen, dass sie die gewünschten Verhaltensweisen erfüllen. Schimpansen sind die nächsten Verwandten des Menschen, das Erbgut beider Spezies gleicht sich zu 98 Prozent. Nach Meinung vieler Primatologen steht hinter der Fähigkeit der Schimpansen, eigenhändig Werkzeuge herzustellen und auch zu benutzen, logisches Denken und sogar eine eigene Kultur.
Interviewkontakt: Peter Höffken, PeterH@peta.de, Tel. 07156 / 17828-18, Mobil 0162 / 6878847
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