peta.de

Netzwerk
www.peta.de/netzwerk
ThemenLifestyleAktiv werdenVideosÜber PETASpendenShop

Schon ein einziger Hamburger pro Tag könnte Sie töten.

So lautet das Ergebnis der neuesten -- und bis heute größten – Studie über den Zusammenhang zwischen Fleischkonsum und Darmkrebs.

Nach Angaben des Autors der Studie erhöhten Männer, die 85 g Fleisch pro Tag aßen, und Frauen, die nur 55 g pro Tag zu sich nahmen, ihr Risiko für Darmkrebs um 29 Prozent.

Die Studie kommt genau zum rechten Zeitpunkt.

Im März 2005 wurde der 20. Jahrestag des Great American Meatout gefeiert.

Nach dem Modell des Great American Smokeout, zielt das Meatout darauf ab, Menschen zu motivieren, einen schlechten Lebensstil für einen Tag aufzugeben, um ihnen zu zeigen, wie leicht es ist, sich gesünder zu ernähren.

Das Meatout fällt, vielleicht nicht ganz zufällig, in den National Colorectal

Cancer Awareness Month (Monat für nationales Bewusstsein in Bezug auf Kolon-Rektum-Krebs). Also warum nicht "zwei Vögel mit einer Klappe schlagen" -- oder, in diesem Fall, verschonen – mit einem Veggie-Burger, um den Meatout zu feiern und dem armen, überarbeiteten Darm gleichzeitig eine Pause zu gönnen?

Eine 85 g Portion Fleisch entspricht etwa der Größe eines Packs Spielkarten.

Das ist nur die Größe einer Portion, wie sie vom US-amerikanischen Landwirtschaftsministerium bestimmt wurde, doch ist es wesentlich weniger, als die meisten Deutschen bei einer Mahlzeit verzehren, ganz zu schweigen an einem einzigen Tag.

Wenn ein winziges Portionchen Fleisch bereits ausreicht, um zu einer der häufigsten Todesursachen beizutragen – Darmkrebs z.B. ist die zweitgrößte Krebs-Todesursache in den Vereinigten Staaten – ist es vermutlich Zeit, die Bedeutung des Wortes ''Mäßigung'' neu zu überdenken.

Das Beitragen des Fleisches zu Darmkrebs hängt vermutlich mit der Anatomie des Menschen zusammen.

Anders als echte Fleischfresser wie Löwen und Tiger, die kurze, gerade Verdauungstrakte besitzen, besitzen Menschen lange, gewundene Eingeweide, etwa so wie unsere vegetarischen Cousins, die Orang-Utans und Gorillas.

Diese lange, gewundene Strecke ist perfekt dafür geeignet, ballaststoffhaltige Früchte und Gemüse abzubauen, aber weniger dafür, Fleisch schnell wieder auszuscheiden, das stattdessen lange herumliegt und, um es mal grob zu sagen, verrottet.

Wenn Fleisch verrottet, produziert es Bakterien, die die Produktion von karzinogenen Verdauungssäuren fördern.

Während praktisch jedes Fleisch-- von Chicken Wings bis Schweinerippchen – voller gesättigter Fette steckt, von dem die Amerikanische Krebs-Vereinigung annimmt, dass es mit Krebs des Darms und Rektums in Zusammenhang steht, sind haltbar gemachte Fleischprodukte wie Schinken, Hot Dogs, Speck, Pepperoni, Bologna und Salami, im wesentlichen Schuld am Krebs des Darms und Rektums.

Nach ersten Ergebnissen der bahnbrechenden European Prospective

Investigation zu Krebs und Ernährung, auch bezeichnet als EPIC-Studie, an der mehr als eine halbe Million Menschen in 10 Ländern teilgenommen haben, besaßen diejenigen, die haltbar gemachtes Fleisch gegessen hatten, gegenüber denjenigen, die keines gegessen hatten, eine um 50 Prozent größere Wahrscheinlichkeit, Kolon-Rektum-Krebs zu bekommen.

Und fast genauso schlecht, wie das, was im Fleisch ist, ist das, was fehlt: Ballaststoffe.

Die Teilnehmer der EPIC-Studie, die am meisten Ballaststoffe aßen, verringerten damit ihr Kolon-Rektum-Krebsrisiko um ganze 40 Prozent. Fleisch und Milchprodukte enthalten absolut keine Ballaststoffe, während Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkorngetreide reichlich Ballaststoffe enthalten.

Die Teilnahme am jährlichen Meatout wird leichter denn je mit Veggie-Burgern, ''Not Dogs'', ''Weizenfleisch-Huhn'' und anderen vegetarischen Ersatzprodukten, die mittlerweile in vielen Supermärkten zu finden sind.

Fleisch einen Tritt zu versetzen, bedeutet nicht nur, Darmkrebs abzuwehren, sondern schützt auch vor anderen Krebsarten, Herzerkrankungen, Diabetes und Schlaganfall.

Das ist doch echtes Futter zum Nachdenken!