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Schweine in der Intensivhaltung

Schweinen in der heutigen Intensivhaltung enthält man absolut alles vor, was ihren natürlichen Bedürfnissen entspricht: Sie dürfen niemals über blühende Wiesen rennen, sich in der Sonne räkeln, frische Luft atmen oder sonst irgendetwas tun, was die Natur für sie vorgesehen hat. Ganz im Gegenteil: 66 % der Schweine werden auf Vollspaltenböden gehalten, meist ohne Einstreu.

Mutterschweine (Sauen) verbringen den größten Teil ihres Lebens in winzigen Boxen, die so klein sind, dass sie sich kaum umdrehen können. Man schwängert sie fortwährend, bis sie geschlachtet werden. Die Ferkel nimmt man ihren verzweifelten Müttern schon nach wenigen Wochen weg. Man schneidet ihnen die Schwänze ab, kappt ihnen mit einer Zange die Zähne und kastriert die männlichen Tiere. Betäubungsmittel zur Verringerung des Leidens werden bei all diesen Prozeduren in der Regel nicht verabreicht. Natürlich soll man die Tiere nicht verletzen und ihnen Leid zufügen, doch die Richtlinie 2008/120/EG sieht folgende Ausnahmen vor: Diese Richtlinie erlaubt „eine gleichmäßige Verkleinerung der Eckzähne durch Abschleifen oder Abkneifen, bei nicht mehr als sieben Tage alten Ferkeln“. Gerade die Babys bekommen also mit einer Zange die Zähne gekappt. Weiterhin ist das „Kupieren eines Teiles des Schwanzes“ zugelassen. Dazu wird passenderweise bei Händlern für Agrar-, Tier- und Technik-Bedarf das „Heißschneidegerät Engel - Zum Kopieren von Ferkelschwänzen. VDE geprüft. Aber auch zum Trennen und Verschmelzen von Schnüren und Seilen. Die Spitze trennt und sterilisiert in einem Arbeitsgang. 60 Watt.“ angeboten.
Ausgenommen von den generellen Tierschutzbestimmungen ist außerdem „eine Kastration männlicher Schweine mittels eines anderen Verfahrens als dem Herausreißen von Gewebe“.

Die Freilandhaltung bei Schweinen beträgt lediglich 1 %. Alle anderen Schweine werden ihr Leben lang in engen Ställen gehalten, bis sie zum Schlachter gebracht werden. Säue werden ständig schwanger oder säugend gehalten und in enge Metallställe gesperrt, außerstande, sich umzudrehen. Obwohl Schweine von Natur aus äußerst friedfertige und soziale Tiere sind, werden Sie zu Schwänze beißenden Kannibalen, wenn man sie dermaßen eng hält, und sie entwickeln ein völlig neurotisches Verhalten, wenn man sie isoliert und einpfercht.



Ferkel werden ohne Schmerzmittel mit einer Zange die Zähne gekappt, die Schwänze abgeschnitten und die männlichen Tiere kastriert.

Ferkel werden ohne Schmerzmittel mit einer Zange die Zähne gekappt, die Schwänze abgeschnitten und die männlichen Tiere kastriert.

Aufgrund nicht ordnungsgemäßer Betäubung sind viele Schweine noch am Leben, wenn sie im Schlachthof in das Brühbad geworfen werden, das ihre Haare entfernen und ihre Haut aufweichen soll. Zum Zeitpunkt ihrer Tötung sind die männlichen Schweine noch Babys, nur etwa 6 Monate jung. Da ihre natürliche Lebenserwartung zwischen 6 und 9 Jahren liegt, sind sie nicht einmal ausgewachsen. Sie können ihr Leben niemals genießen. In nur einer Stunde werden allein für die Menschen in Deutschland über 6.400 Schweine getötet. Der durchschnittliche Fleischesser ist im Laufe seines Lebens durchschnittlich verantwortlich für den Missbrauch und Tod von etwa 48 Schweinen (Zahlen aus Destatis 2009).





Die Intensivtierhaltung ist eine extrem grausame Methode, Tiere aufzuziehen. Da sie aber profitabel ist, wird es wohl noch lange so weitergehen und sogar noch schlimmer werden. Eine Möglichkeit, den Missbrauch an Tieren zu stoppen, besteht darin, eine Gesetzgebung zu unterstützen, die Intensivtierhaltung unterbindet. Der beste Weg jedoch, Tiere vor den Grausamkeiten der Intensivtierhaltung zu bewahren, ist der, kein Fleisch mehr zu kaufen und zu essen. Klicken Sie hier und fordern Sie Ihr kostenloses Veggie-Start-Kit mit leckeren, tierfreundlichen Rezepten an.