peta.de

Netzwerk
www.peta.de/netzwerk
ThemenLifestyleAktiv werdenVideosÜber PETASpendenShop

Eine deutsche Skandal-Chronik

BSE, Gammelfleisch und dioxinbelasteten Eiern - Was kommt als nächstes?

Stand: März 2011

Die Skandale um illegale Praktiken in der Tierwirtschaft häufen sich. Längst sind Gammelfleisch, BSE, Antibiotikarückstände und Dioxinbelastung keine Fremdwörter mehr und lassen auch den unbekümmerten Konsumenten ins Grübeln kommen. In den heutigen Formen der Tierhaltung sind alle Prozessabläufe auf Kostensenkung und Gewinnmaximierung ausgerichtet. Die Bedürfnisse der Tiere und die Gesundheit der Verbraucher finden kaum Beachtung.


Auch Mozzarella hatte schon seinen Skandal.

Auch Mozzarella hatte schon seinen Skandal.

2010: Dioxin zum Dritten
Der schleswig-holsteinische Futterfett-Hersteller Harles & Jentzsch mischt alte Industriefette, die stark mit krebserregendem Dioxin belastet sind, in seine Futtermischungen. Diese werden an die Mastanlagen ausgeliefert und gelangen damit in Eier, Schweine- und Geflügelfleisch. Die dioxinverseuchten Futtermittel werden entdeckt, als festgestellt wird, dass die Dioxinwerte in Eiern über das 80-Fache erhöht sind.
Weitere Infos hier.

2008: Mäusekot-Mozzarella
In verschiedene europäische Supermärkte gelangt italienischer Mozzarella, der mit Mäusekot und Würmern verunreinigt ist.
Weitere Infos hier.

2006: Gammelfleisch
Bei Wild-Produkten der Firma Berger Wild aus Passau werden verfaulte Fleischproben nachgewiesen. Nachdem die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen hat, wird dem Betrieb die weitere Verarbeitung von Wild verboten. Im August des gleichen Jahres wird bei einem Münchner Döner-Großlieferanten, der bundesweit Fleisch ausliefert, tonnenweise Gammelfleisch sichergestellt. Das Haltbarkeitsdatum des Fleisches war teilweise schon seit vier Jahren abgelaufen. Ebenso werden in einem Schlacht- und Zerlegebetrieb in Deggendorf im Landkreis Passau und in Regensburg um die 40 Tonnen teilweise vergammeltes Fleisch sichergestellt.
Weitere Infos hier.

2006: Gammel-Eier
Ein oberbayrisches Unternehmen verarbeitet angeschlagene, verschmutzte und verdorbene Eier. Diese werden an Großbäckereien und Nudelhersteller als Flüssigei-Produkte weiterverkauft.
Weitere Infos hier.

2005: Der Ekelfleischskandal
Wieder wird überlagertes abgepacktes Hackfleisch in Real-Supermärkten umetikettiert. Bundesländer von Nordrhein-Westfalen bis Bayern sind betroffen.
Im gleichen Jahr müssen deutschlandweit auch Hühner, Enten, Gänse und Puten in den Ställen bleiben. Die Vogelgrippe ist in asiatischen Ländern bereits verbreitet und man möchte verhindern, dass sich die „Masttier“ über Zugvögel anstecken und der Gewinn geschmälert wird. Ein Jahr später erreicht die Vogelgrippe Deutschland doch.
Weitere Infos hier.



Küken auf dem Fließband.

Küken auf dem Fließband.

2004: Gammel-Geflügel
Eine Geflügelproduktion im niederbayrischen Gangkofen und eine Firma in Stahnsdorf südlich von Berlin pfuschen bei der Kennzeichnung von Lebensmitteln. Schlachtabfälle aus der Schweiz werden umdeklariert und weiterverkauft und überlagerte Lebensmittel erhalten ein neues Haltbarkeitsdatum, um sie weiterhin im Handel belassen zu können.
Außerdem werden durch die Lebensmittelüberwachung krebserregende Farbstoffe in Gewürzen aus Indien, der Türkei, Osteuropa und den ehemaligen Sowjetstaaten nachgewiesen.
Weitere Infos hier.

2003: Dioxin
Ein Trockenfutterhersteller in Thüringen liefert massenweise mit Dioxin verseuchte Produkte aus, wodurch Schweine mit Dioxin-Futter gemästet werden. 2100 Tonnen verunreinigtes Futter gelangen in den Umlauf und haben die Tötung von tausenden Schweinen zur Folge.
Weitere Infos hier.

2002: Nitrofen-Skandal

Aus einer mit Unkrautvernichtungsmitteln belasteten Lagerhalle wird nitrofenbelastetes Futtergetreide an Bio-Produzenten geliefert. Nitrofen ist verboten und krebserregend. Bio-Fleisch und Bio-Eier werden mit dem Pflanzengift verunreinigt und gelangen in die Nahrungskette. Über 200.000-fach erhöhte Werte über dem Grenzwert des Unkrautvernichtungsmittels werden im Futtermittel festgestellt.
Antibiotika: Nitrofuran-belastetes Fleisch aus thailändischer Produktion taucht in Deutschland auf. Außerdem gelangen mit synthetischen Hormonen gemästete Schweine aus den Niederlanden in den deutschen Handel.
Weitere Infos hier.

2001: Antibiotika-Skandal in Deutschland
Illegale Arzneimittel wie Hormone, Antibiotika oder Impfstoffe wurden über Jahre hinweg von deutschen Tierärzten tonnenweise an Schweinezuchtbetriebe verkauft. Außerdem wird aufgedeckt, dass Fleischhersteller aus allen Teilen Deutschlands ihre Fleischprodukte, beispielsweise Kochschinken oder Schnitzel, mit Wasser strecken.
Das war in diesem Jahr längst nicht alles. Fischmehl, das aus mit Antibiotika verseuchten Garnelen hergestellt war, wird an Geflügel und Schweine verfüttert.
Ende des gleichen Jahres gelangen mit Chloramphenicol belastete Shrimps aus Asien nach Deutschland. Chloramphenicol ist ein in der EU verbotenes Antibiotikum. Weiterhin findet die Stiftung Warentest heraus, dass verpackter Räucher- und Wildlachs häufig schon vor dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums verdorben und damit gesundheitsschädlich ist.
Weitere Infos hier.



Sieht nicht nur eklig aus, ist es auch: Fleisch

Sieht nicht nur eklig aus, ist es auch: Fleisch

2000: Erster Fall von BSE bei deutscher Kuh festgestellt
Drei Jahre später wird tatsächlich der erste Fall in Deutschland festgestellt und lässt den Rindfleischkonsum erneut kurzfristig zurückgehen.
Weitere Infos hier.

1997: Illegale Rindfleisch-Importe aus Großbritannien
Aufgrund der BSE-Vorfälle in Großbritannien sind die Verbraucher verunsichert und der Rindfleischkonsum sinkt drastisch. Jetzt werden auch in Deutschland tausende Rinder vorbeugend getötet. Die Tiere müssen sterben, weil der Verdacht besteht, dass sie an der Rinderseuche BSE erkrankt sein könnten.
Weitere Infos hier.

1997: Nematoden-Wurmbefall bei Seefisch nachgewiesen
Die Nematoden werden trotz neuer Fischhygiene-Verordnung in Rotbarsch, Seelachs, Hering und Kabeljau entdeckt.
Weitere Infos hier.

1996: Belastete Eier
Nikotinrückstände werden auf Eiern der Hühnerfarm von Anton Pohlmann festgestellt. Sie gelangten bereits in den Handel. Das Nikotin wurde zur Schädlingsbekämpfung in den Legebatterien eingesetzt.
Weitere Infos hier.

1996: Etikettenschwindel
In einem Supermarkt des Metrokonzerns wird abgelaufenes Fleisch umetikettiert.
Weitere Infos hier.

1993: Ekel-Fleisch
Verdorbenes Gammelfleisch taucht in den Kühltruhen von Kaufhäusern und Supermärkten auf. Der Verderb entstand aufgrund hygienischer Mängel in den Schlachthöfen.
Weitere Infos hier.

1989: Listeriose-Bakterien
Bakterien in französischen Weichkäsesorten und deutschen Leberpasteten werden nachgewiesen.
Weitere Infos hier.

1988: Erneuter Hormonskandal bei Kalbfleisch
Weitere Infos hier.

1987: Larven von Fadenwürmern in Fischen
In den Eingeweiden von Seefischen werden Parasiten, die man Nematoden nennt, gefunden. Daraufhin wird die Fischhygiene-Verordnung erlassen.
Weitere Infos hier.

1980: Wachstumssteigernde Östrogene
Östrogene werden in deutschem Kalbfleisch nachgewiesen.



Bestellen Sie GRATIS ihr Veggie Starter Kit!

Sie wollen noch mehr über Tierrechte und tierfreundliches Leben wissen? Bestellen Sie jetzt einfach GRATIS unsere Broschüre "Einfach vegetarisch, einfach vegan" mit vielen Informationen, Tipps und Rezepten für Ihren Start in ein tierfreundlicheres und schmackhaftes Leben!

PS: Sie können die Broschüre auch schon jetzt sofort als PDF-Datei herunterladen. Alle Informationen gibt es hier.