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Spanische Botschaft Berlin: Nackte Aktivisten protestieren gegen berüchtigtes Stierrennen

Stand: 5. Juni 2006

Kontakt: Jürgen Faulmann, 0173-6575668

Berlin/Pamplona -- Auch zahlreiche Aktivisten aus Deutschland fahren Anfang Juli nach Spanien, um mit geschätzten 1000 weiteren Unterstützern der internationalen Tierrechtsorganisation PETA aus aller Welt durch die Strassen von Pamplona zu laufen. Die meisten von ihnen werden nicht mehr als rote Halstücher und Plastikhörner tragen und zwei Tage vor dem berüchtigten Stierrennen an PETA’s fünftem Menschenrennen am 5. Juli 2006 teilnehmen (siehe Bilder auf Pamplona.PETA.de). Die Flitzer wollen den Touristen damit zeigen, dass es eine win-win Alternative dazu gibt, panische Tiere durch die Strassen zu hetzen und anschließend in der Arena zu Tode zu quälen.

Einen kleinen Vorgeschmack auf den Nacktlauf geben einige der Teilnehmer nun mit einer Protestaktion vor der Spanischen Botschaft in Berlin, während ähnliche Aktionen gleichzeitig vor Botschaften in 17 Ländern Europas sowie in USA, Südamerika und Australien stattfinden:

Zeit: Dienstag 6. Juni 2006, 11 Uhr
Ort: Berlin, Lichtensteinallee 1, vor Spanischer Botschaft

Seit 2002 verdoppeln sich die Teilnehmerzahlen des Nacktrennens jedes Jahr nahezu. Im Vorjahr nahmen bereits mehr als 600 Menschen aus 20 Ländern teil, dieses Jahr werden mehr als 1000 Läufer erwartet. Das Event rief jedesmal großes, weltweites Medienecho hervor.

Vor dem Rennen werden Stiere routinemäßig mit Elektroschocks und spitzen Stöcken gequält, auf dem rutschigen Kopfsteinpflaster fügen sie sich schwerste Verletzungen zu, wenn sie in Panik in Gebäude krachen oder stürzen. Nach dem Rennen werden die Stiere in die Arena getrieben und oft mit Abführmitteln und Drogen voll gepumpt, bekommen entzündungshemmende Mittel, die Verletzungen verschleiern. Die empfindlichen Hörner der Stiere werden gestutzt und um die Sicht zu beeinträchtigen, wird oft Vaseline in die Augen geschmiert. Noch bevor der Matador die Arena betritt, sticht und schlitzt ein Picador oft die Nackenmuskeln auf.

Spaniens Stierkampfgegner werden immer stärker. Nachdem im Stadtrat von Barcelona 2004 mehrheitlich für ein Verbot dieses primitiven Blutsports gestimmt wurde, folgten dem Beispiel nun auch andere Städte wie Torello, Calldetenes und Olot.

„Tiere zum Gaudium des Publikums zu quälen und abzuschlachten ist ein Relikt aus dem Mittelalter“, so PETA-Kampagnenleiter Jürgen Faulmann,. „Wir wollen die spansiche Regierung daran erinnern, dass wir im 21. Jahrhundert leben und das Verstümmeln von Tieren nicht mehr länger akzeptiert wird.“

Alle weiteren Infos und Bilder von den letzten Rennen sind auf Pamplona.PETA.de

PETA ist mit über 1 Million Unterstützern die weltweit größte Tierrechtsorganisation. Ziel der Organisation ist es, durch Aufdecken von Tierquälerei, Aufklärung der Öffentlichkeit und Veränderung der Lebensweise jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen.
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